Gesundheitszentrum: Das „kleine Krankenhaus“ wächst stetig

Erstellt am 06. Dezember 2022 | 14:56
Lesezeit: 3 Min
Die Arbeiten im Harlander Gewerbegebiet laufen nach dem Zeitplan. Die Eröffnung soll im Herbst 2023 stattfinden.
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Wo vor einem Jahr noch eine leere Fläche war, steht nun bereits ein Rohbau. Die Dimensionen des Gesundheitszentrums kann man sich dennoch von außen kaum vorstellen.

Das Zentrum ist bei Weitem nicht nur eine Vergrößerung des Primärversorgungszentrums: Auf über 12.000 Quadratmetern Fläche entsteht im Harlander Gewerbegebiet ein „kleines Krankenhaus“: Unter einem Dach werden ein Primärversorgungszentrum, ein Facharzt- und Wahlarztzentrum mit insgesamt über 30 Ärztinnen und Ärzten, ein großes medizinisches Labor, eine Apotheke und ein Seminarzentrum vereint. Fachärzte unterschiedlicher Spezialisierung werden hier ordinieren. Auch zwei Operationssäle sind geplant. Mitte Oktober feierten die Firmen und die Arbeiter die Dachgleiche.

Eine Tour durch die Baustelle

„Wir stehen jetzt im Eingangsbereich, rechts von uns kommt die Bäckerei hin, links die Apotheke“, erklärt Bauherr und Logistik-Manager Franz Holler. Er führte gemeinsam mit Mitarbeitern des Primärversorgungszentrums, Projektleiter Matthias Nolz sowie Architekt Patrick Edlinger durch die Baustelle. Ein paar Schritte weiter und man steht im zukünftigen Primärversorgungszentrum. Im Stockwerk darunter liegt die Tiefgarage. Sie hat etwa dieselbe Zahl an Stellplätzen wie die Garage unter dem Rathausplatz. Direkt die Treppen hinauf geht es zum Labor. Bis zu 6.000 Proben am Tag sollen hier analysiert werden.

Herausforderungen beim Bau

Von der momentan angespannten Situation in der Baubranche bleibt auch das Gesundheitszentrum nicht verschont. „Wir konnten zum Glück noch fixe Preise mit den Baufirmen aushandeln, bevor die Lage sich zu sehr verschärft hat. Aber vor allem die langen Lieferzeiten mancher Materialien sind herausfordernd“, so Holler. Geplant ist, dass das Gesundheitszentrum im Herbst 2023 eröffnet. Verzögerungen kann er allerdings nicht ausschließen.

Das Gesundheitszentrum liegt direkt an der viel befahrenen Salcherstraße, der L5107. Holler sieht dies als Sicherheitsrisiko: „Ein Kreisverkehr für die Einfahrt ins Betriebsgebiet zur Verkehrsberuhigung wäre notwendig.“ Dies müsse allerdings vom Land NÖ und der Stadt St. Pölten beschlossen und finanziert werden.

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