Gutachten zu Frauen-Übergriffen soll Klarheit bringen. Nach Übergriffen auf vier Frauen in St. Pölten soll ein Gutachten Klarheit über die Zurechnungsfähigkeit des Verdächtigen zum Tatzeitpunkt bringen.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 18. Januar 2020 (15:42)
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APA (Symbolbild/dpa)

Sie sehe bei dem 21-Jährigen eine "massive psychische Vorbelastung", sagte seine Anwältin Andrea Schmidt zur APA und bestätigte damit Berichte des "Kurier" und der Bezirksblätter.

Die Staatsanwaltschaft habe im Ermittlungsverfahren die Einleitung eines psychiatrischen Gutachtens veranlasst, das auch schon vorgenommen worden sei, so Schmidt. Noch liege das Ergebnis nicht vor. Es stellt sich laut Anwältin die Frage, ob der Beschuldigte eine "Krankheit hat, die ihn am rechtsrichtigen Handeln gehindert hat".

Insgesamt werden dem 21-Jährigen vier Übergriffe oder Angriffe auf Frauen zur Last gelegt: Anfang Oktober und Mitte Dezember des Vorjahres soll er jeweils eine Frau vergewaltigt haben, am 28. und 29. Dezember sei es bei Versuchen geblieben. Bei diesen beiden Taten, die sich kurz vor und nach Mitternacht abgespielt haben sollen, sei der mutmaßliche Täter alkoholisiert gewesen. Dem in Untersuchungshaft sitzenden Verdächtigen drohen im Falle einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft.

Laut "Kurier" war der Student als Nachhilfelehrer und Sanitäter tätig gewesen. Bei den inkriminierten Taten, zu denen er sich allesamt geständig zeigt, soll er planlos vorgegangen sein. Zum Verhängnis wurde dem Beschuldigten, dass er bei seinem letzten Übergriff seine Geldbörse verlor, was die Fahnder auf seine Spur brachte und letztendlich zur Festnahme in seiner Wohnung in der Nacht auf den 29. Dezember 2019 führte. Ohne diesen Zufall wäre es schwer gewesen, den 21-Jährigen dingfest zu machen, da er bisher unbescholten gewesen sei, sagte die Anwältin.