Haft für mehrere Todesdrohungen. 23-Jähriger St. Pöltner drohte Freund der Schwester mit dem Umbringen. Dieser hatte eine zweite Frau.

Von Stefanie Marek. Erstellt am 18. Mai 2021 (18:25)
Symbolbild
APA (Archiv)

„Lass die Finger von ihr oder ich bringe dich um.“ Dass er das mehrmals am Telefon zum Freund seiner Schwester gesagt haben soll, gibt ein 23-Jähriger zu. Nicht richtig sei aber, dass er gesagt haben soll, er werde ihn mit mehreren Schüssen töten. Der Mann aus St. Pölten ist jetzt wegen schwerer Nötigung und gefährlicher Drohung angeklagt.

Der neue Freund seiner Schwester ist mit einer anderen Frau verheiratet. Das störte den 23-Jährigen aber nicht unbedingt – Grund für seinen Zorn sei gewesen, dass der Freund seine Schwester nicht gleich behandelte wie seine Frau. So würde diese auch alleine in einem anderen Ort wohnen. Die Schwester will vor Gericht nicht aussagen, ihr Freund aber schon. Er vermutet, der Angeklagte habe ihm gedroht, weil er kein Tschetschene ist, die Familie des Angeklagten aber nur Tschetschenen akzeptiere. Dafür gibt es keinen Beleg. Was auch immer der Grund ist, der Richter spricht den Angeklagten schuldig: zwölf Monate Haft, davon zehn Monate bedingt mit dreijähriger Probezeit. Der Angeklagte muss den Freund in Ruhe lassen, er hat Kontaktverbot. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.