Hochkarätige Weihnachtsausstellung im Diözesanmuseum. Bischof Klaus Küng und Museums-Direktor Wolfgang Huber eröffneten die diesjährige Weihnachtsausstellung des Diözesanmuseums St. Pölten.

Von Wolfgang Zarl. Erstellt am 30. November 2016 (10:35)

Diese widmet sich neben dem zentralen Motiv der Geburt Christi auch den anderen Ereignissen des weihnachtlichen Geschehens. Mit Krippen und bildlichen Darstellungen werden die wichtigsten Themen der Weihnachtszeit – von der Verkündigung über die Anbetung der Könige bis zur Darstellung des Herrn – vorgestellt. Titel der Ausstellung, die bis 2. Februar zu besichtigen ist, lautet: „Von Verkündigung bis Lichtmess. Weihnachtliche Motive und Krippen im Diözesanmuseum St. Pölten“.

Direktor Huber verwies bei der Eröffnung auf eine breite Bandbreite: von der Kindheitsgeschichte Jesu bis hin zu Darstellungen in den Apokryphen – also jenen Berichten über Jesus, die nicht in die Bibel aufgenommen wurden).

Höhepunkt bildet dabei eine Landschaftskrippe aus Ebensee, diese steht stellvertretend für die große Krippentradition im Salzkammergut. Bei der Schau ist ua. zu erfahren, warum Kinder einst unter den Krippen schliefen.

"Advent sei die Vorbereitung auf Weihnachten"

Bischof Klaus Küng sagte, das historische Ereignis von damals in Bethlehem habe noch großen Bezug zum Heute, was sich auch in der Liturgie zeige (Heute ist uns der Herr geboren, heute ist uns der Herr erschienen …). Krippen würden uns helfen mit der Erfahrung der Geburt Jesu umzugehen.

Der Advent sei die Vorbereitung auf Weihnachten – einer ganz besonderen Geburtstagsfeier, nämlich der von Jesus Christus. Das brächten die Krippendarstellungen zum Ausdruck, in denen oftmals viel Liebe der Künstlerinnen und Künstler drin stecke und darin könne das Göttliche entdeckt werden. Er bewundere deren Kreativität und verweist auch auf den Humor in so manchen Darstellungen.

Neben Krippen werden diesmal auch Szenen, die mit dem weihnachtlichen Geschehen in Verbindung stehen, zu sehen sein wie etwa Verkündigung, Geburt Christi, Heilige Familie, Flucht nach Ägypten, Anbetung der Könige bis zu Maria Lichtmess. Einen Höhepunkt stellt eine große Landschaftskrippe aus dem Heimatmuseum Ebensee dar.

"Ebensee hat eine lange Krippentradition"

Der Salinenort Ebensee hat eine lange Krippentradition. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich aus den kleinen Hauskrippen („Kripperl“) figurenreiche und oft ganze Zimmer füllende Landschaftskrippen. Die Geburt Jesu bildet naturgemäß den Mittelpunkt der Ebenseer Krippe, um den herum eine typische Salzkammergut-Landschaft gebaut wurde.

Als weiteres Highlight hervorzuheben sind auch einige ausgewählte Szenen des sogenannten „Josephszyklus“ aus dem Stift Lilienfeld. Dieser monumentale Gemäldezyklus besteht aus insgesamt 20 Szenen, die von der in Lilienfeld ansässigen Josephsbruderschaft 1661 gestiftet wurden. Dargestellt sind verschiedene Szenen aus dem Leben des heiligen Joseph, darunter auch einige Motive, die nur selten Darstellung gefunden haben.

Diesjährige Weihnachtsausstellung nicht nur Krippen

Die diesjährige Weihnachtsausstellung des Diözesanmuseums St. Pölten beschäftigt sich nicht nur ausschließlich mit Krippen, sondern auch mit Objekten, die biblische oder volkstümliche Weihnachtsmotive zeigen. Vielfach wurden die biblischen Szenen aus dem Leben von Josef und Maria in volkstümlicher Weise interpretiert. So zeigt etwa ein großformatiges Leinwandbild aus dem Lilienfelder Josephszyklus (1661 dat.) Jesus in der Zimmermannswerkstatt von Joseph.

Bei den gezeigten Krippen handelt es sich weniger um zeitgenössische, moderne Krippen, als um historische, die vorwiegend aus dem 19. Jahrhundert stammen. Die gezeigten Krippen stammen weitgehend aus dem böhmisch-mährischen Raum – vorwiegend aus den Krippenzentren Grulich und Iglau.

Öffnungszeiten:

27. November 2016 – 2. Februar 2017

Geschlossen: jeden Montag sowie am 24. Dezember, 25. Dezember, 31. Dezember, 1. Jänner.

26. Dezember geöffnet.

Dienstag - Freitag: 9-12 Uhr, 13-15 Uhr

Website St. Pöltner Diözesanmuseum: www.dz-museum.at