Innenstadtbaustelle: Pflaster kommt erst 2018. Erster Teil der Arbeiten unter der Kremser Gasse ist abgeschlossen, zweiter Abschnitt soll im November fertig werden. Im Frühjahr wird der Asphalt ersetzt.

Von Mario Kern. Erstellt am 24. August 2017 (05:13)
NOEN, Vorlaufer
Um die Belastung für Passanten und Händler gering zu halten, wurden die Arbeiten in zwei Bauabschnitte eingeteilt. Nach dem Teil von der Brunngasse bis zur Kremser Gasse 23 folgt nun der südliche Teil.

Die Hälfte der Arbeiten in der Kremser Gasse ist geschafft – der Asphalt, mit dem die Löcher aufgefüllt wurden, bleibt aber nicht auf Dauer, sondern verschwindet im Frühjahr. Dann wird mit der schrittweisen Neupflasterung begonnen, die kein „Stöckelschuh-Killer“ wird, wie Baudirektor Kurt Rameis erneut bekräftigt: „Wir verwenden glattgeschliffene Pflastersteine, im Gegensatz zu den bisher in der Gasse verlegten Steinen.“

Seit Mai wurden zwischen Brunngasse und Kremser Gasse 23 (das Haus, in dem die dm-Filiale untergebracht ist) alte Gas- und Fernwärmeleitungen sowie Kanal- und Wasser-Rohre ausgetauscht. Im Zuge der Arbeiten verlegten auch Strom-, TV- und Internet-Anbieter neue Kabel.

Lieferverkehr verfestigt Untergrund

„Dadurch können weitere Aufgrabungen in näherer Zukunft vermieden werden“, erklärt Rathaussprecher Martin Koutny. Beschwerden von Geschäftsleuten gebe es trotz wirtschaftlicher Einbußen nicht, betont Koutny. „Die beteiligten Firmen ernten sogar Lob, weil sie sich wirklich bemühen, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.“

„Die Firmen ernten Lob, weil sie sich bemühen, Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.“ Martin Koutny

Auch im zweiten Bauabschnitt zwischen Kremser Gasse 23 und Marktgasse soll dieser koordinierte Austausch so rasch wie möglich abgewickelt werden. Die Arbeiten sollten bis Ende November erledigt sein und auch hier rechtzeitig vor dem Winter eine Asphaltdecke aufgetragen werden.

Dann muss die Baustelle ruhen, erklärt Baudirektor Rameis. „Es kann bei solchen Baustellen immer wieder zu nachträglichen Setzungen kommen. Somit ist es notwendig, mit der Pflasterung bis nächstes Jahr zu warten.“ Einen positiven Effekt hat die Wartezeit noch: Der Lieferverkehr verfestigt den Untergrund und macht den Unterbau der Gasse somit noch stabiler. Für die Arbeiten in der Kremser Gasse zahlt die Stadt rund 630.000 Euro, in die Pflasterung werden zusätzliche 400.000 Euro investiert.