Klinik-Mitarbeiter will wegen Kamera klagen. Wegen permanenter Video-Überwachung im Universitätsklinikum St. Pölten will ein Angestellter nun den Rechtsweg bestreiten, verlautet dessen Rechtsanwalt Nikolaus Rast.

Von Redaktion NÖN.at und APA / NÖN.at. Erstellt am 21. September 2020 (17:52)
Universitätsklinikum St. Pölten.
NÖ Landeskliniken Holding

Seinem Mandanten sei im Dienst aufgefallen, dass auf einer Corona-Station permanent videoüberwacht werde, schreibt der Wiener Anwalt. Darauf sei weder hingewiesen noch sei das irgendjemandem mitgeteilt worden.

Die Kamera sei beim Eingang zur Triage zum Schutz der Mitarbeiter – etwa im Nachtdienst – montiert und vom Betriebsrat genehmigt, hält dazu die Landesgesundheitsagentur fest. Die Kamera befinde sich nicht auf einer Corona-Station, unterstreicht Sprecher Bernhard Jany. Neben dieser Kamera gebe es auch noch eine Thermokamera. Diese habe zwar die Anmutung einer Kamera, diene aber zum Fiebermessen bei potenziellen Patienten, um die Mitarbeiter einem möglichst geringen Risiko auszusetzen, so Jany.