Metall und Plastik ab 2018 im Gelben Sack. Magistrat übernimmt 2018 die Entsorgung von Verpackungsmaterialien. Metall-Tonnen bleiben nur in der Innenstadt.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 03. Oktober 2017 (05:00)
NOEN, Pixabay
Symbolbild

Was bisher ungesetzlich war, ist ab 1. Jänner 2018 nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht: Plastikflaschen, Metallverpackungen und Getränkekartons zusammen im Gelben Sack oder der Gelben Tonne zu entsorgen.

Das bringt die Neuausschreibung der Entsorgung der Haushaltsverpackungssysteme in St. Pölten durch die ARA. Und auch neue Aufgaben für den Magistrat: Denn die stadteigene Abfallwirtschaft setzte sich als Bestbieter durch und ersetzt damit zumindest bis 2023 den bisherigen privaten Anbieter.

Die Stadt wird für die Abwicklung um 210.000 Euro ein neues Müllsammelfahrzeug ankaufen sowie drei zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Der Gemeinderat gab dafür in der Vorwoche einstimmig grünes Licht. Die derzeit aufgestellten Behälter für Metallverpackungen werden Anfang des Jahres vom Magistrat eingezogen. Erhalten bleiben sie nur in der Innenstadt – also innerhalb der Promenade.

Gamsjäger: „Weniger Aufwand für die Bürger“

„Die Änderungen in der Müllentsorgung sind ein kleiner Beitrag dazu, dass sich die Bürger in unserer Stadt wohlfühlen“, betont SP-Stadträtin Renate Gamsjäger. Die gemeinsame Entsorgung aller Verpackungsmaterialien erspare den St. Pöltnern künftig einigen Aufwand.

Möglich geworden ist sie durch neue technische Lösungen für die Trennung der Materialien bei der Verwertung. „Wir erwarten uns durch die Neuerung, dass sich die Menge der gesammelten Altstoffe und die Sammelqualität erhöhen“, sagt Gamsjäger.

Diese Hoffnung hat auch Irene Bartl, die Leiterin der städtischen Abfallwirtschaft. Drei Tage pro Woche wird das Team mit dem neuen Fahrzeug die Gelben Säcke und Tonnen abholen. Die verbleibenden zwei Werktage wird der Wagen für die Altpapiersammlung im Einsatz sein.

„Das derzeit eingesetzte Fahrzeug ist durch das Wachstum der Stadt an die Grenzen seiner Kapazität gelangt“, erklärt Bartl. Alleine seit 2014 wurden 600 zusätzliche Altpapiertonnen im Stadtgebiet aufgestellt. Der Gelbe Sack wird von Einzelhaushalten alle acht Wochen abgeholt, die Gelbe Tonne von Wohnhausanlagen alle vier Wochen.

 

Umfrage beendet

  • Gelber Sack: Ist die Neuregelung sinnvoll?