Mobilitätsstudie: Silberne für den Radverkehr. St. Pölten ist im Landeshauptstadt-Vergleich Zweiter in Rad-Kategorie. Auch Luft erhält gute Note.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 07. Juni 2017 (05:11)
Radservice-Stationen des Landesmachen schnelle Reparaturen am Bahnhof und im Regierungsviertel möglich.
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Ein gutes Zeugnis stellte die Mobilitätsstudie von Greenpeace den St. Pöltner Radwegen aus. Gleich hinter Wien liegt die Landeshauptstadt auf Platz zwei. Auch bei der Luftqualität erreichte die Stadt einen Top-Wert, vor ihr liegen nur Eisenstadt und Bregenz. Insgesamt erreicht St. Pölten Platz vier
unter den Landeshauptstädten. Verbesserungsbedarf gibt es in den Kategorien Fußgängerfreundlichkeit, Parkraumbewirtschaftung und alternativer Individualverkehr, die die Umweltorganisation nur mit „ausreichend“ benotete.

Bewusstsein schaffen

Obwohl die ermittelten Daten oft nicht objektiv vergleichbar seien, ist Bürgermeister Matthias Stadler überzeugt, dass solche Studien helfen, das Bewusstsein der Bevölkerung für das eigene Verhalten zu schärfen. „Die Greenpeace-Studie zeigt uns auch, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Stadler. Denn die Förderung des Radfahrens, Öffi- und Fußgängerverkehrs seien die vorrangigen Ziele des Generalverkehrskonzepts. Die guten Ergebnisse bei Radverkehr und Luft seien das Ergebnis des Forcierens der Radverkehrsentwicklung und von erneuerbaren Energien.

„Verbessern kann man immer etwas. Allerdings ist bei der Fußgängerfreundlichkeit ein Kriterium die Größe. Dass der Graben in Wien mindestens zehnmal so breit ist wie unsere Rathausgasse, werden wir nicht ändern können“, meint der Bürgermeister. Die schlechte Note bei der Parkraumbewirtschaftung sieht Stadler mit Humor: „Mit der Kritik, dass wir zu viele Parkplätze haben und diese sehr kostengünstig sind, können wir gut leben.“

Servicestationen für kleine Reparaturen

In umweltfreundliche Mobilität investiert hat anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Fahrrads auch das Land. In der Nähe der Unterführung beim Nord-Ausgang des Hauptbahnhofs wurde eine Fahrradservice-Station aufgebaut. Zwei zusätzliche Stationen gibt es im Regierungsviertel. Die 1,4 Meter hohen Säulen verfügen über eine Aufhängevorrichtung, Luftpumpe und gängige Werkzeuge für kleine Reparaturen. Befestigt sind diese mit versenkbaren Stahlseilen, um sie vor Diebstahl zu schützen.

Die Radlobby St. Pölten lädt am Mittwoch, 14. Juni, zu Radparade und Draisinenbau-Workshop. Beginn des Workshops im Sonnenpark ist um 15 Uhr, um 17 Uhr startet die Radparade am Bahnhofsvorplatz. Historische Kleidung ist dabei erwünscht – das beste Outfit wird prämiert.

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