Erstellt am 15. März 2017, 12:09

von Mario Kern

Neue Mieter: Bewegung bei der Glanzstoff. Erster offizieller OCR-Parcours nimmt bald Betrieb auf. Übriges Gelände wird nach Bedarf entwickelt.

Trainieren am ersten offiziellen OCR-Parcours in Österreich: Mark Greiner, Romana Glauder, Andreas Dietrich, Claudia Forster, Boris Howanietz, Initiator und Betreiber David Herzog sowie René Biedermann.  |  NOEN, Mario Kern

Nach dem CoWorking-Space Business&Quartier, der seit einem Dreivierteljahr Platz für Start-ups und andere Unternehmer bietet, kommt mit dem Outdoor-Training-System von David Herzog weiter Bewegung aufs Glanzstoff-Areal.

Trainingsparcours ist zu 90 Prozent fertiggestellt

Seit Anfang bereitet Herzog mit Freunden des sogenannten Obstacle-Course-Runnings (Hindernis-Parcours-Laufens) ein 3.500 Quadratmeter großes Gelände im Norden des Areals für das Eröffnungswochenende am 1. und 2. April vor. „Der Trainingsparcours ist zu 90 Prozent fertiggestellt und bereits vom TÜV Österreich abgenommen worden“, erzählt der Neulengbacher. Ein eigenes TÜV-Gutachten war notwendig, weil es die erste Anlage dieser Art in Österreich ist. Die Trainingselemente sind Einzelanfertigungen.

Mit seinem OCR-System „Elementics“ leistet David Herzog Pionierarbeit. „Auch wenn es mittlerweile schon einige Anhänger dieses Sports gibt.“ Die Landeshauptstadt habe sich als Sportstadt perfekt für das Gelände angeboten. Die Standortwahl am nördlichen Glanzstoff-Areal fiel durch den Tipp eines Freundes. „Die Eigentümer finden unser Konzept zukunftsreich.“ Der Mietvertrag für den Parcours läuft vorerst für drei Jahre.

15 Hektar haben noch keine Nutzung gefunden

Bei der Nutzung der weiteren Flächen des 15 Hektar großen Glanzstoff-Geländes haben es die Eigentümer-Vertreter nicht eilig. Derzeit sei jedenfalls noch nichts konkret, betont Eva Czirny, Prokuristin der Domus-Liegenschaftsverwaltungsgesellschaft. „Es gibt viele Ideen. Bei so einer großen Fläche will die Entwicklung aber wohl überlegt sein.“ In St. Pölten werde zurzeit viel gebaut, da sei „die Not noch nicht so groß, dass wir sofort etwas aus dem Boden stampfen müssen“.

Das bereits vorgestellte Glanzstadt-Projekt mit 1.300 Wohnungen und Raum für mehr als 1.000 Arbeitsplätze sei immer wieder Thema. „Wir müssen aber vorerst abwarten, ob die Planungen der Stadt für das Wachstum St. Pöltens aufgehen.“ Wenn benötigt, dann könne ein Gesamtkonzept wie die Glanzstadt relativ rasch umgesetzt werden, so Czirny. „Das Wachstum bestimmt aber definitiv die Umsetzung.“ Das Areal werde dann Stück für Stück in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren entwickelt.

Wohnprojekt gegenüber startet Ende 2017

Für die geplanten 200 Wohnungen auf der anderen Seite der Herzogenburger Straße werde zurzeit der Bebauungsplan festgelegt. Der Bau der ersten Tranche des Wohnprojekts starte voraussichtlich Ende 2017, so Czirny. Dafür wurden als Vorleistung Anfang März noch vor Beginn des Austriebes zahlreiche Bäume umgeschnitten. Die ersten 100 Wohnungen könnten nach einem bis eineinhalb Jahren bezugsfertig sein. „Die Umsetzung der zweiten Tranche bestimmt die Nachfrage.“