Neue Werbespots: Egger dreht mit „echten“ Typen. BMX-Freak Simon Platzer und viele Laien sind in den neuen Video-Clips die Stars.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 20. Juli 2021 (18:57)
Simon Platzer in Action.
Christoph Meissner, Christoph Meissner

„Es ist wie das nette Familienmitglied, das zwar jeder kennt, aber von dem niemand weiß, was er eigentlich macht“, fasst Geschäftsführer Frank van der Heijden zwei Jahre Marken-Analyse Privatbrauerei Egger zusammen. Aufgrund des „Every-body’s darling“-Image ist nun eine „überraschende und polarisierende“ Werbe-Kampagne entstanden, erklärt Brand-Managerin Katrin Afflenzer. Und zwar eine, bei der Egger vor allem auf Laien-Darsteller setzt.

„Wir wollten echte Menschen dabei haben“, sind sich Afflenzer und Van der Heijden einig. Einer davon ist der 20-jährige BMX-Fahrer Simon Platzer. Wegen der Corona-Situation gab es E-Street-Castings. Platzer fand die Agentur über Insta gram. „Die Idee mit dem Fahrrad war im Konzept und Simon Platzer der Richtige dafür“, meint Afflenzer. Die BMX-Karriere des Neunkirchners startete vor fünf Jahren, als er ein altes Bike im Sperrmüll entdeckte. Er schaute sich Clips an und war sofort sicher: „Alles, was die können, kann ich auch lernen.“ Im Video springt Platzer mit dem Rad vom Fünf-Meter-Turm. Für ihn war es der erste Werbedreh. Obwohl das Springen für ihn kein Problem war, war es dennoch herausfordernd: „Es hatte nur 14 Grad Außentemperatur und ich bin acht Mal gesprungen.“

Dass man so sein soll, wie man ist, und sich nicht in eine Richtung drücken lassen soll, möchte das Unternehmen mit dem Slogan „Mit allen Egger und Kanten“ ausdrücken.

Gedreht wurde an unterschiedlichen Standorten in der Stadt und am Land, von der Wiener Innenstadt bis zum Wolfgangsee. „Qualität hat seinen Preis und das war sicher die bisher größte Investition in die Marke“, weiß Geschäftsführer Van der Heijden. Obwohl die Umsetzung des Projekts in Südafrika billiger gewesen wäre, habe das Egger-Team als österreichisches Familienunternehmen an der Heimat festgehalten. Entstanden sind Clips unterschiedlicher Länge, die ab kommender Woche im Fernsehen gezeigt werden.