Notruf Niederösterreich eröffnete neue Räumlichkeiten. Im Zuge von umfangreichen Adaptierungen wurden im Haus D des ecoplus-Wirtschaftszentrums im dritten Stock noch weitere Leitstellenarbeitsplätze geschaffen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 07. November 2019 (19:49)
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Neu gestaltet und weitreichend umgebaut wurden sowohl die Leitstelle "Notruf Niederösterreich" als auch die Büroräumlichkeiten von Geschäftsführung, Verwaltung und Backoffice. Heute fand mit prominenten Gästen die offizielle Eröffnung statt.

Der zweite Stock des Hauses D des Wirtschaftszentrums beherbergt einen Großteil der Verwaltung, im ersten Stock finden sich nun Räumlichkeiten für das Backoffice und im Erdgeschoß ist neben einer vollständig funktionellen Trainingsleitstelle auch ein Teil der hauseigenen Technik untergebracht.

„Eine moderne Kommunikation verdient eine moderne Umgebung“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in ihrer Festansprache. „Die Bedeutung des Notrufes können die Landsleute ‚Tag für Tag‘, ‚Stunde für Stunde‘ und ‚Sekunde für Sekunde‘ spüren“, so Mikl-Leitner.

Das lasse sich auch mit Zahlen, Daten und Fakten unterstreichen. Die Statistik aus dem Jahr 2018 zeige, dass „über das Einsatzleitsystem 1,5 Millionen Kontakte mit der Bevölkerung stattgefunden haben“, betonte sie. Gerade beim Thema „Gesundheit und  Leben retten“ sei die Zeit entscheidend. „Die Anrufannahme bei einem Notruf dauert nur 4,3 Sekunden, das ist ein Weltrekord“, hob sie hervor.

„Die Anrufannahme bei einem Notruf dauert nur 4,3 Sekunden, das ist ein Weltrekord“ Johanna Mikl-Leitner

Das Aufgabengebiet von Notruf Niederösterreich hat sich in den letzten Monaten und Jahren verändert. „Es geht hier einerseits um die klassische Leitstellentätigkeit für Notfallrettung, Krankentransport und Sonderrettungsdienste wie Bergrettung, Wasserrettung und Höhlenrettung sowie andererseits aber auch um die telefonische Gesundheitsberatung 1450, den NÖ Ärztedienst und das AKUTteam NÖ“, hielt die Landeshauptfrau fest.

„Die Informationskette und die Rettungskette funktionieren friktionslos“, meinte sie. Ziel sei es, das beste Gesundheitssystem zu sichern und zu garantieren, sagte sie und erinnerte an die neue Gesundheitsagentur und an die neuen Ausbildungsplätze für Pflegekräfte und Medizinstudenten. Im Mittelpunkt stehe der Mensch, erläuterte die Landeshauptfrau.

Landesrat Eichtinger sagte: Die Leistungen von Notruf Niederösterreich dienen dem Wohl und der Gesundheit der Landsleute. „Bei dieser Fülle von Aufgaben kommt die beste Technologie zum Einsatz“, so Eichtinger. Landesrätin Königsberger-Ludwig bezeichnete den Notruf Niederösterreich als wichtigen „Sicherheitsfaktor“ für die Menschen. „Die vielen Rettungsorganisationen sind ein Garant dafür, dass die Menschen im Notfall bestens versorgt werden“, so die Landesrätin.

Geschäftsführer Chwojka führte aus, dass Notruf Niederösterreich zu den größten Leitstellen der Welt gehöre. „107 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in St. Pölten beschäftigt. Notruf Niederösterreich wickelt bis zu 12.000 Anrufe am Tag ab“, sagte der Geschäftsführer. Zu Wort kamen noch Arbeitersamariterbund-Präsident Otto Pendl, Rot Kreuz NÖ-Präsident Josef Schmoll und ÖAMTC-Flugrettungs-Geschäftsführer Reinhard Kraxner.