Paket-Abstellplätze statt Einzel-Lieferung. Weniger Einfahrt-Ausnahmen sollen Altstadt anziehender machen. Abhol-Stellen könnten Alternative sein.

Von Beate Steiner. Erstellt am 10. Februar 2019 (06:21)
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Der Riemerplatz ist beliebter „Parkplatz“ für Lieferanten, die von hier aus Packerl austragen.

Fast zwei Drittel der Teilnehmer an der aktuellen NÖN-Umfrage sind überzeugt, dass es strengere Regeln für den Verkehr in der Fußgängerzone geben sollte. Martin Gutkas, Leiter der Abteilung Behörden am Magistrat, hat bereits angekündigt, dass künftig Ausnahmegenehmigungen für Lieferdienste genau geprüft und auf das unbedingt notwendige Ausmaß beschränkt werden. Gutkas‘ erklärtes Ziel: „Die Fußgängerzone soll wieder eine Fußgängerzone sein und nicht zur Begegnungszone verkommen.“

Zu viele Fahrzeuge gefährden Passanten

Weil „Fußgängerzonen nur als Fußgängerzonen Lebensqualität und somit Frequenz in die Innenstadt“ bringen, unterstützt auch Plattform-STP-2020-Vorstandsmitglied Richard Mader diese Vorhaben. Der Fahrschule-Sauer Chef plädiert nicht nur für Poller an den Einfahrten zur Altstadt, sondern hat auch eine Alternativ-Lösung parat. Für die zu jeder Tageszeit durch die Gassen kurvenden Paketdienste, die die Wege der Passanten queren, kann sich Mader zentrale Paketabstellplätze vorstellen, zum Beispiel am Rathausplatz oder beim Bahnhof.

„Von dort kann sich dann jeder sein Packerl abholen“, so Mader. Pakete von einer Lieferstation abholen müssten ohnehin viele, die bei der Zustellung nicht zuhause waren.

Leder-Hausmann-Geschäftsführer Georg Antauer bringt noch ein weiteres Argument gegen die Liefer-Staus: „Die Einzel-Lieferung von Kleinstpaketen mit riesigen Autos ist ineffizient und schädlich für die Umwelt.“

Umfrage beendet

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