Parkregelung sorgt für Chaos am Domplatz. Autos stehen oft kreuz und quer am St. Pöltner Domplatz. Rathaus will nach Baustellensaison wieder für neue Parkverordnungen sorgen.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 23. September 2020 (04:18)
Vizebürgermeister Matthias Adl schlägt vor, eine provisorische Markierung am Domplatz anzubringen.
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Gehupe, Getöse und teils wüste Beschimpfungen. So gestaltet sich der Autofahrer-Alltag derzeit auf dem Domplatz. Durch die Bauarbeiten in den letzten Jahren sind die Markierungen großteils verblasst oder verschwunden und damit auch die Parkordnung.

„Die Rechtssituation ist nicht mehr klar“, bemängelt Stadtpolizei-Kommandant Franz Bäuchler. Kreuz und quer stehen die Autos und verstellen mitunter auch den Weg. Da der Domplatz ein gebührenpflichtiger Parkplatz ist, wäre es schwer hier zu exekutieren. Nicht vorrangig ein Problem der Stadtpolizei, da diese Aufgabe meist Parksheriffs übernehmen. „Natürlich aber bei Vergehen, wenn Durchfahrten oder Ladezonen durch Falschparker verstellt sind“, erläutert Bäuchler.

Der Magistrat verspricht Besserung. Die zuständigen Abteilungen seien bereits mit den Planungen beschäftigt. „Aufgrund der noch vorhandenen Baustellen, hatte es noch keinen Sinn, diese Parkplätze zu markieren“, so ein Sprecher des Rathauses. Die Plastersteine für Dom- und Herrengasse wurden dort zwischenzeitlich gelagert. Nachdem die Baustelleneinrichtung an der Nordseite bereits geräumt wurde, sollen in den nächsten Wochen die Markierungen aufgebracht und Parkplätze verordnet werden. Nach Ende der Bausaison an Riemerplatz und Kremser Gasse, sollen dann auch auf der Südseite neue Parkplätze verordnet und dementsprechend markiert werden.

Einen Vorschlag bringt ÖVP-Vizebürgermeister Matthias Adl ein. Mit Markierungsbändern könne schnell und unkompliziert eine vorübergehende Parkordnung hergestellt werden. „Die derzeitige Park-Situation am Domplatz ist sehr verwirrend“, stellt sich Adl so eine rasche Lösung des Parkproblems vor.