Preis für Historiker Wolfgang Häusler. Gebürtiger St. Pöltner Wolfgang Häusler überzeugte Jury mit Werk zu Revolution und Demokratie.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 20. Januar 2020 (16:03)
Wolfgang Häusler (r.) erhielt den Wissenschaftspreis der Margaretha-Lupac-Stiftung aus den Händen von Kuratoriumsvorsitzenden Wolfgang Sobotka.
Johannes Zinner

Der Wissenschaftspreis der Margaretha-Lupac-Stiftung ging heuer an den in St. Pölten geborenen Wolfgang Häusler. Der Historiker erhielt den Preis für sein Buch „Ideen können nicht erschossen werden. Revolution und Demokratie in Österreich 1789 – 1848 – 1918“.

Aspekte der Demokratieentwicklung waren von Kuratorium und Jury gefragt. Ganz im Sinne der Namensgeberin des Wissenschaftspreises, die sich für die Demokratie in Österreich in besonderem Maße engagiert hat, so Kuratoriums-Vorsitzender Wolfgang Sobotka.

Bei der Einreichung Häuslers handle es sich um eine einmalige, faszinierende Studie über den Entstehungsprozess der modernen österreichischen Demokratie. Das Buch sei eine Kulturgeschichte der Demokratie und ein Nachschlagewerk zugleich, lautete das Urteil der Jury. Die 15.000 Euro Preisgeld wurden dieses Mal unter drei Preisträgern aufgeteilt.

Häusler wurde 1946 in St. Pölten geboren und besuchte das Gymnasium in der Josefstraße, wo sein Interesse für Geschichte geweckt wurde. „Der Dank für die Anerkennung meines Buches gebührt den Vorkämpfern der Demokratie. Verfolgt, vertrieben und vergessen wie die unterlegene Revolution“, gedachte Häusler in seiner Dankesrede beispielsweise Heinrich Heine und Hermann Jellinek.

Für sein nächstes Werk beschäftigt sich Wolfgang Häusler momentan mit der Geschichte der FPÖ und den Burschenschaften.