QuerDenken für tiefsinnigeren Diskurs. Cornelia Bruell und Kai Kranner laden am 28. Jänner Florian Scheuba und Florian Klenk zum philosophischen Gespräch.

Von Mario Kern. Erstellt am 23. Januar 2019 (05:57)
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Cornelia Bruell lässtbeim zweiten QuerDenken-Abend Florian Klenk und Florian Scheuba über Wahrheit und alternative Fakten sprechen.

Nach dem ausverkauften Start der Gesprächsreihe QuerDenken mit Ex-NEOS-Klubobmann Matthias Strolz im Oktober geht es am Montag, 28. Jänner, um 20 Uhr philosophisch weiter: Die beiden QuerDenker Cornelia Bruell und Kai Kranner begüßen Kabarettist und „Staatskünstler“ Florian Scheuba sowie Falter-Chefredakteur Florian Klenk im Cinema Paradiso.

Dabei sprechen die vier über Wahrheit in der heutigen Zeit. Scheuba haben Bruell und Kranner wegen seines neuen Buches „Schrödingers Ente“ ausgesucht. „Darin greift er auch die aktuellen Themen Fake News und Alternative Fakten auf. In unseren philosophischen Programmen spüren wir, wie sehr diese Themen Menschen beschäftigen“, erläutert Cornelia Bruell. „Und Klenk als Journalist, der ebenfalls gegen diese Phänomene kämpft, ist hier ebenfalls ein toller Gesprächspartner.“

Tendenz zur Beschleunigung

Ihre Mit-QuerDenker suchen Bruell und Kranner nach mehreren Gesichtspunkten aus: Sie sollen kompetent in aktuellen Fragestellungen sein und sich einem Anders-Denken öffnen können. „Außerdem müssen sie natürlich bereit sein, sich von zwei Philosophen in die Mangel nehmen zu lassen.“

Im Rahmen der philosophischen Reihe bekommen Strolz, Scheuba und Klenk 2019 prominente „Kollegen“: Im April wird Ex-Landwirtschaftsminister Franz Fischler eingeladen, zudem sind QuerDenken-Abende mit Harald Welzer, Isolde Charim, Paul Schulmeister oder Daniel Cohn-Bendit geplant.
Pro Jahr wollen Bruell und Kranner vier bis sechs Mal mit prominenten Gästen im Cinema philosophieren.

Ins Leben gerufen hat das Duo das Format, weil „wir in unserer Arbeit als praktizierende Philosophen ein tiefes Bedürfnis nach mehr Reflexion und Diskussion verspüren“. Die Tendenz zur Beschleunigung erwecke ein Bedürfnis, in die Tiefe zu denken. „Die öffentliche Debatte über alternative Gesellschaftsentwürfe ist enorm wichtig für die ohnehin in Gefahr geratende Demokratie“, betont Cornelia Bruell.