Rad verbindet Länder. St. Pöltner organisiert Benefizfahrt durch Europa. Projekt soll zu Völkerverständigung beitragen und zu Sport motivieren.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 24. August 2018 (05:53)
Dominik Sandler organisiertdie Benefiz-Radfahrt „Bikefor Europe“.
privat

Sport ist nicht nur gut für die Gesundheit, er verbindet auch Menschen. Das will der St. Pöltner Dominik Sandler mit seinen Kollegen der International Sport and Culture Association (ISCA) beweisen. Die Organisation mit Sitz in Kopenhagen veranstaltet daher die Benefiz-Radfahrt „Bike for Europe“.

Am 1. September starten zwei Teams von unterschiedlichen Ausgangspunkten, um in 22 Tagen nach Wien zu reisen. Fünf Personen radeln ab Drenthe in den Niederlanden, die anderen fünf ab Thessaloniki in Griechenland. Mit Stopps in mehreren Städten geht es Richtung Wien, um dort am 21. September die „European Week of Sports“ zu feiern.

Die Teams wurden zufällig zusammengestellt. Mitfahren werden Menschen aus der Türkei, Südafrika, Tschechien oder Dänemark. Frauen und Männer, Sportbegeisterte genauso wie weniger sportliche Menschen. „Das Fahrrad verbindet Länder und Kulturen, das wollen wir mit diesem Projekt verdeutlichen“, erzählt Sandler, der mittlerweile in Kopenhagen lebt. Wien wurde als Zielort nicht zufällig gewählt: „Durch die EU-Ratspräsidentschaft bietet sich das an. Das hat auch symbolische Bedeutung für uns – Wien soll der Ort sein, der die Völker verbindet“, macht der 26-Jährige deutlich. Das Projekt verfolge drei große Ziele: „Es soll zum Sport motivieren, das Fahrrad als Transportmittel fördern und außerdem ein Motor für Integration sein“, erzählt Sandler.

Unterwegs sind Hilfs- und Benefizprojekte geplant: In Budapest nehmen die Sportler etwa an einem Obdachlosen-Fußballturnier teil, in den Niederlanden arbeiten sie mit Menschen mit Menschen mit Behinderung und Flüchtlingen zusammen.