Rekord-Plus beim Stadt-Tourismus. Im vergangenen Jahr gab es deutlich mehr Ankünfte und Übernachtungen. Vor allem Deutsche lieben die Landeshauptstadt.

Von Beate Steiner. Erstellt am 27. März 2020 (03:55)
Eva Prischl freut sich über ein erfolgreiches Tourismusjahr 2019.
Beate Steiner

Über 13.000 zusätzliche Übernachtungen und über 11.000 Ankünfte mehr lassen Tourismus-Chefin Eva Prischl strahlen: „Das vergangene Jahr brachte ein Rekordergebnis. Ich bin sehr stolz auf mein Team.“ Die Zahl der Übernachtungen stieg um fast acht Prozent auf 188.027 im Jahr 2019, die Zahl der Ankünfte sogar um mehr als 13 Prozent auf 95.143. Das brachte einen Nächtigungsumsatz rund 22 Millionen Euro.

Mitgeholfen bei der Steigerung der Tourismuszahlen hat eine größere Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten: Die Hotels Das Alfred und Motel 267 eröffneten 2018, das Muse sperrte wieder auf, und das Gästehaus des Sportzentrums NÖ war nach dem Umbau wieder buchbar. „Davon profitierten alle Beherbergungsbetriebe“, erklärt Prischl.

Die meisten ausländischen St. Pölten-Besucher kamen aus Deutschland. Über 34.000 Gäste aus der Bundesrepublik besuchten die Stadt, rund zehn Mal so viele wie Polen (3.300) und Ungarn (3.200). In der Gäste-Statistik folgen Schweiz, Liechtenstein, Tschechien, Italien, die Niederlande, Großbritannien, Slowakei und Rumänien.

Stark frequentiertes Tourismusbüro

Die Mitarbeiterinnen des städtischen Tourismusbüros haben sich im vergangenen Jahr mit 12.407 Anfragen beschäftigt, 4.271 Personen nahmen das Angebot der vielfältigen Stadtspaziergänge an, und an 71 Fahrtagen haben 5.149 Personen die Stadt mit dem Hauptstadtexpress erkundet.

Bürgermeister Matthias Stadler, der selbst immer wieder Stadtspaziergänge leitet, ist überzeugt, dass die touristischen Maßnahmen in den letzten Jahren gegriffen haben: „Gezielte Investorensuche, Etablierung eines Incoming Reisebüro & Convention Bureaus, die Auflage neuer Prospekte und die Bewerbung auf internationalen Messen machen sich bezahlt.“

In Nach-Corona-Zeiten soll es so weitergehen: „Wir arbeiten jetzt schon an Konzepten für die Zeit nach der Corona-Krise, speziell im längerfristigen Hinblick auf die Landeskulturhauptstadt 2024“, so Stadler.