S 34-Baustart erst 2017. Asfinag rechnet mit längerem Verfahren. Arbeiten beginnen deshalb nicht wie vorgesehen heuer, sondern erst in drei Jahren. Zweiter Abschnitt folgt erst 2020.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 04. August 2014 (08:12)
NOEN, Franz Gleiss
Autobahn
Die unendliche Geschichte der S 34 ist um ein Kapitel reicher. Heimlich, still und leise verschob die Asfinag den Baustart um weitere zwei Jahre nach hinten.

Der aktuelle Bauzeitplan sieht nun nämlich vor, dass das erste Baulos – der Abschnitt Hafing bis Hart – erst 2017 in Angriff genommen wird. 2020 soll dann die Verlängerung bis Wilhelmsburg folgen. Eigentlich war für heuer der Spatenstich geplant gewesen. Autos werden auf der S 34 damit tatsächlich frühestens 2019 fahren, erst 2022 bis Wilhelmsburg. Vorausgesetzt, der nunmehr erstellte Bauzeitplan hält. Zu Erinnerung: Bereits seit 1974 wird mit unterschiedlicher Intensität die Errichtung der Traisental-Schnellstraße verfolgt.

Verzögerung durch  neuen Instanzenzug

Bei der Asfinag weist man auf NÖN-Anfrage darauf hin, dass die Erkenntnisse des Umweltsenates zur Umfahrung Wieselburg und des Verwaltungsgerichtshofes zum Semmering-Basistunnel auch Auswirkungen auf aktuelle Bundesstraßenprojekte wie die S 34 hätten. Da Anfang 2014 mit dem Landesverwaltungsgericht ein zusätzlicher Instanzenzug geschaffen wurde, der auch Enteignungsverfahren für die Grundeinlösen betreffe, ließen sich allfällige Verzögerungen weniger genau prognostizieren als früher.

Zugleich betont die Asfinag, dass das Einreichprojekt für die Umweltverträglichkeitserklärung bereits ausgearbeitet sei und die Einreichung zur Umweltverträglichkeitsprüfung noch in diesem Sommer erfolgen werde.

„Unterm Strich zählt, dass die S 34 gebaut wird. Da kommt es auf ein paar Monate nicht mehr an.“ Anton Heinzl (SPÖ)

„Unterm Strich zählt, dass die S 34 gebaut wird. Daran gibt es zum Glück keinen Zweifel. Da kommt es dann auf ein paar Monate auf oder ab nicht mehr an“, sieht SPÖ-Abgeordneter Anton Heinzl die neuerliche Verschiebung des Baustarts gelassen. Die Finanzierung sei fixiert und er, so Heinzl, werde sehr genau darüber wachen, dass dieses „für die Stadt und die Region so wichtige Straßenbauprojekt nicht zum Opfer irgendwelcher Einsparungs-Maßnahmen“ werde. Insgesamt sind Kosten in der Höhe von knapp 210 Millionen Euro projektiert.