S 34-Schnellstraße: Protest der Befürworter. Mit einer Protestaktion auf der St. Pöltner Mariazellerstraße und dem dem Start einer Online-Petition will „Pro S 34“ Stimmung für die Traisental-Schnellstraße machen.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 03. August 2021 (19:10)
S34 Robert Laimer
An vorderster Front protestierte auch SPÖ-Nationalratsabgeordneter Robert Laimer (rechts) gegen Lkw und für die S 34.
privat

Der Streit um die Traisental-Schnellstraße S 34 spitzt sich weiter zu. Mit einer Protestaktion auf der Mariazeller Straße machten nun die S 34-Befürworter auf sich aufmerksam.

Unterstützt wird die Gruppe von einer Plattform rund um namhafte Wirtschaftstreibende. Gleichzeitig ging die Petition „Pro S 34“ online.

„Heute starten wir die Bewerbung unserer digitalen Version der Unterstützungserklärungen für die Entlastung der innerstädtischen Straßen durch die S 34 und den Schienenausbau im Zentralraum“, erklärt der Obmann der WKO-Bezirksstelle Mario Burger. Er ist Sprecher der Initiative und versammelt neben verkehrsgeplagten Anrainern auch ein breites Personenkomitee hinter sich. Ziel sei es nicht nur, darauf aufmerksam zu machen, dass es in St. Pölten auch Schnellstraßen-Befürworter gebe, sondern auch, die Diskussion auf eine weniger emotionale Ebene zu führen.

Mit Transparenten wie „Lkw raus aus der Stadt“ mischten sich auch einige SPÖ-Mandatare in den Protest. Darunter Vizebürgermeister Harald Ludwig und Nationalratsabgeordneter Robert Laimer. Befürworter der Schnellstraße ist neben den Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ auch der Rettungsdienst ASBÖ, der sich rasche und verzögerungsfreie Versorgung in medizinischen Notfällen entlang der B 20 wünscht.

Salzer fürchtet Rückschlag für Industrie

Für die S 34 setzt sich auch Thomas Salzer als Präsident der Industriellenvereinigung NÖ ein. „Das Aus für die S34 wäre ein Rückschlag für die Industrie im Traisental, in dem viele große weltweit tätige Unternehmen ansässig sind“, ist Salzer überzeugt. Lang erwartete Infrastrukturprojekte dürften nicht der ideologisch geprägten Klimaschutzdebatte geopfert werden.

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Thomas Salzer, Präsident der Industriellenvereinigung NÖ
Andi Bruckner

Der Protest auf der B 20 galt auch als Startschuss für eine Online-Petition. Bislang unterschrieben knapp 70 Personen. Auf rund 4.000 Unterschriften kommt bisweilen die Petition der S 34-Gegner „Stopp S 34“.