Schonfrist endet bald für Rot-Sünder. Nur das Kontrollsystem am Schulring war im Vorjahr aktiv und erwischte 71 Lenker. Zweite, defekte Anlage wird nun ersetzt.

Von Thomas Werth. Erstellt am 15. Juni 2018 (05:36)
Feigl
Symbolbild

Manche Autolenker werden es schon bemerkt haben: Zwei Ampelanlagen in St. Pölten sind Kameras installiert, die Lenker „blitzen“, wenn sie bei Rot über die Kreuzung fahren. Eine davon befindet sich am Schulring an der Kreuzung mit der Josefstraße. Sie erwischt jährlich zwischen 60 und 100 Lenker, im Vorjahr waren es 71.

"Kreuzung am Schießstattring  ist vom Gefährdungspotenzial eine der Hotspots in St. Pölten"

Die zweite befindet sich am Schießstattring an der Kreuzung Waldstraße. Doch diese ist seit Jahren aufgrund häufiger Ausfälle außer Betrieb. Nun soll diese aber ersetzt werden. In naher Zukunft testet die Landesverkehrsabteilung dort ein neues System, wie Fachbereichsleiter Wilhelm Schwaigerlehner betont: „Diese Kreuzung ist vom Gefährdungspotenzial eine der Hotspots in St. Pölten.“

Die technischen Anforderungen an ein solches Gerät sind enorm. Es müssen nämlich zumindest zwei Fotos gemacht werden. Eines, das das Kennzeichen und das Rotlicht zeigt, und eines, das beweist, dass der Lenker auch tatsächlich bei Rot über die Fahrbahn gefahren ist. Daher kommen einige neuralgische Standorte wie der Europaplatz nicht infrage für eine derartige Kontrolle.

Hohe technische Anforderungen an Überwachung

Alle Rotsünder werden aber auch an der überwachten Ampel nicht erwischt: Die Kamera ist nämlich nur zwei Monate im Jahr scharf. Das „Innenleben“ ist auch an fünf weiteren Standorten in NÖ im Einsatz.

Apropos Ampeln: Im Gemeinderat wurde beschlossen, dass auch die 16 Stadtampeln an den landesweiten Leitrechner angeschlossen werden. Dadurch kann die Polizei bei einem Ausfall oder bei Notfällen diese besser steuern.