Erstellt am 11. Mai 2015, 07:22

von Daniel Lohninger

Sonnenpark-Freunde wollen heuer Klarheit. „Sonnenpark bleibt!“ will, dass die Stadt den Sonnenpark dauerhaft schützt. Unterschriften werden gesammelt.

Die Kampagnen-Aktivisten Robert Stefan, Anna Oswald, Martin Luger, Waltraud Zahorik, Christa Seitz, Thomas Kainz, Jörg Eigenbauer, Heidi Luger, Werner Luger, Max Werdenigg und Fritz Grabo machten bei Passanten Werbung für den Sonnenpark.  |  NOEN, privat

Es ist eine der Never-ending-Storys in St. Pölten – der Sonnenpark auf einem ehemaligen Fabriksareal, der seit gut 16 Jahren in einem rechtlichen Graubereich existiert. Das soll sich noch heuer ändern, fordern die Sonnenpark-Freunde und machen deshalb mit der Kampagne „Sonnenpark bleibt!“ mobil.

„Unser Ziel ist, dass dieser Naturpark bleibt, wie er ist, und die Stadt die Weichen dafür stellt, dass er dauerhaft erhalten wird“, erklärt Mit-Initiator Jörg Eigenbauer die Beweggründe der Gemeinschaftsaktion der Vereine Sonnenpark, Lames und Grund. Die Kampagne sei weder gegen die Stadtführung noch die Wohnungsgenossenschaft, die hier ein Wohnprojekt errichten will, gerichtet, sondern wolle alleine die Zukunft des Naturraumes sichern.

„Wir warten seit 15 Jahren auf eine Lösung. Es ist Zeit, dass aus dem Provisorium eine Dauerlösung wird.“ Jörg Eigenbauer

Neben Bewusstseinsbildung und öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen soll die Kampagne auch in einem Initiativ antrag münden. Dafür sammeln die Sonnenpark-Freunde bereits Unterschriften – etwa 600 sind nötig, damit sich der Gemeinderat mit dem Antrag beschäftigen muss. Eigenbauer: „Wir warten seit 15 Jahren auf eine Lösung. Es ist Zeit, dass aus dem Provisorium eine Dauerlösung wird.“

Eigenbauer betont, dass die Kampagne breiter aufgestellt sei als alle bisherigen Sonnenpark-Initiativen. Mehrere Gemeinderäte würden sie ebenso unterstützen, wie die Aktion Kritischer Schüler, die Sozialistische Jugend und eine bunte Gruppe aus St. Pöltnern. „Vielfalt ist das Schlüsselwort dieser Initiative.“

Im Rathaus reagiert man zurückhaltend auf die Kampagne. „Die Rechtslage ist nach wie vor unverändert“, erklärt Sprecher Martin Koutny. Derzeit würden verschiedene Varianten geprüft, die für alle Betroffenen Klarheit schaffen sollen – eine davon sei der Verbleib des Sonnenparks.

Brisant ist die Kampagne auch, weil ein Anrainer vor einiger Zeit die Volksanwaltschaft eingeschaltet hat und Volksanwalt Peter Fichtenbauer erklärt, dass er „die Entwicklungen sehr genau beobachten wird“.