Stadler kritisiert Kommunikation des Bundes. Nächstes Wochenende beginnen die von der Regierung angekündigten Massentests. Das stellt Gemeinden vor große Herausforderung.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 05. Dezember 2020 (05:32)
Matthias Stadler (SP)
Steiner

Mindestens 26 Teststraßen binnen weniger Tage organisieren, das war die Herkulesaufgabe, die der Bund der Landeshauptstadt St. Pölten aufgetragen hat. Mittlerweile scheint alles für die Massentests am 12. Und 13. Dezember bereit.

Es werden sogar 32 Teststraßen zur Verfügung stehen. St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler ist auch Vorsitzender des NÖ Städtebundes. Er kritisiert jetzt die Kommunikation des Bundes. „In Pressekonferenzen werden alle möglichen Dinge verkündet und versprochen, ohne ein vernünftiges gesamtheitliches Konzept für die organisatorische und administrative Umsetzung oder die nötigen Ressourcen bereitzustellen. Einmal mehr wird die Verantwortung und Umsetzung zum großen Teil einfach an die Länder und Kommunen weiterdelegiert“, ärgert sich Stadler.

Die Maßnahmen seien jedoch zu begrüßen und würden auch mitgetragen. „Ob diese Form der Durchführung der Massentestungen der Weisheit letzter Schluss ist, wage ich aber zu bezweifeln“, so Stadler. Er richtet auch einen Appell an die Bevölkerung, sich an die Vorgaben und Regeln bei den Massentests zu halten, wie etwa die genaue Einhaltung des Testtermins. Damit würden lange Wartezeiten verhindert und der Ablauf könnte so reibungslos funktionieren.

Lob kommt hingegen von Stadler für die gute Zusammenarbeit mit dem Land und allen beteiligten Organisationen, wie Bundesheer, Feuerwehr und die Rettungsorganisationen. Viele offene Fragen konnten in einer Sitzung ausgeräumt werden. Die Entscheidung, in Niederösterreich ein eigenes EDV-System zur Anwendung zu bringen, begrüßt Stadler: „Das spricht aber auch nicht gerade für die Performance des Bundes.“