Stadt will 2020 kräftig investieren. Steigerung bei Aufwendungen und zwei Millionen Euro Nettoergebnis sind die Kennzahlen des neuen Budgetentwurfes.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 26. November 2019 (04:15)
Bürgermeister Matthias Stadler und Finanzabteilungsleiter Thomas Wolfsberger stellen den neuen Budgetentwurf vor.
Josef Vorlaufer

Mit knapp 200 Millionen Euro Aufwendungen rechnet die Stadt für das kommende Jahr. Das ist aber nur eine von vielen Kenngrößen, die im neuen Budgetentwurf dargestellt werden. Das sogenannte Nettoergebnis ist mit 1,9 Millionen positiv.

„St. Pölten ist für die Zukunft gut aufgestellt“, resümiert Bürgermeister Mathias Stadler den Voranschlag, der unter Federführung von Finanzabteilungsleiter Thomas Wolfsberger erstellt wurde. Besonders gut habe sich die Kommunalsteuer entwickelt, mit einem Zuwachs von zehn Prozent auf 33 Millionen. „Das freut uns sehr und zeigt, dass wir wirtschaftlich gut aufgestellt sind“, so Stadler. Mit steigender Finanzkraft würden auch die Umlagen steigen, die derzeit bei knapp 40 Millionen Euro liegen.

„St. Pölten ist für die Zukunft gut aufgestellt“

Investieren will die Stadt St. Pölten in die Bildung, laut Stadler insgesamt 50 Millionen Euro, und in die Sanierung gemeindeeigener Wohnungen mit fünf Millionen Euro. Vorplanungen für beispielsweise das Kinderkunstlabor, die Neugestaltung des Domplatzes und die Tiefgarage in der Klostergasse sind ebenfalls budgetiert.

Der Schuldenstand wird ebenfalls steigen. Mit 113 Millionen Schulden wird St. Pölten das Jahr 2019 abschließen, 2020 werden vier weitere Millionen Euro hinzukommen. Dieser Anstieg wird sich, laut Stadler, mit dem Ausbau der Fachhochschule und den Kulturinvestitionen weiter fortsetzen. Darin enthalten ist aber auch der endfällige Krankenhauskredit um 52,3 Millionen Euro, der 2027 den Gesamtschuldenstand um diesen Betrag vermindern wird. „Dass sich der Schuldenstand nur um vier Millionen Euro erhöht bei einem so großen Investitionsvolumen, liegt daran, dass wir vieles über Rücklagen finanzieren“, erklärt Stadler. Der Rücklagenstand liegt seit einigen Jahren konstant bei etwa 60 Millionen Euro.