Erstellt am 02. Februar 2017, 05:48

von Daniel Lohninger

Nächste Traisen-Brücke für Landeshauptstadt in Planung. Süd-Tangente soll Stattersdorf mit Mariazeller Straße verbinden, S 34-Unterlagen liegen bald auf.

Symbolbild  |  Love Silhouette/Shutterstock.com

Mit der Eröffnung der Kerntangente Nord ist die Neuordnung der Verkehrswege durch St. Pölten noch nicht abgeschlossen. Im neuen Stadtentwicklungskonzept finden sich bereits die nächsten neuen Verbindungen: die West-Tangente ebenso wie die Süd-Tangente.

NÖN

Die Süd-Tangente soll der Stadt eine weitere Traisenbrücke bringen. Sie wird das Herzstück der Spange zwischen Mariazeller Straße und Stattersdorfer Hauptstraße, wie Baudirektor Kurt Rameis betont: „Diese Trasse ist anders als die Kerntangente Nord keine Umfahrung, sondern eine Ortsteilverbindung im Süden.“ Konkret wird dadurch Stattersdorf im Bereich der Millenniumskirche an die Landsberger Straße mit ihren über 500 Wohnungen angebunden.

Von einer Umsetzung dieser Straßenverbindung, die bereits seit mehreren Jahren in den Köpfen der Stadtplaner reift, ist die Stadt zwar noch ein Stück entfernt. Allerdings laufen schon Erhebungen, inwieweit sich die Trasse auf die Anrainer auswirken könnte. Zudem betont Rameis, dass eine Umsetzung ohne Finanzmittel des Landes nicht möglich sei.

West-Tangente als wichtiges Langzeit-Projekt

Gleiches gilt auch für das zweite große Langzeit-Projekt – die West-Tangente . Im neuen Stadtentwicklungskonzept ist vorgesehen, dass sie im Norden zwischen Weitern und Viehofen von der L 100 abzweigt. Von dort führt sie zwischen Waitzendorf und Waitzendorf-Siedlung sowie östlich vorbei an Witzendorf bis zur Anschlussstelle der B 1-Linzer Straße an die S 34 am westlichen Stadtrand. Teilstücke dieser Trasse müssen neu gebaut werden, andere ausgebaut. Die Planungen der Stadt sehen vor, dass mit der Errichtung der West-Tangente im Anschluss an die Fertigstellung der S 34 begonnen wird. Rameis: „Verlässliches lässt sich derzeit nicht sagen.“

S 34 Traisental Schnellstraße Streckengrafik  |  NOEN, ASFINAG

Das gilt auch für den Zeitplan der Traisental-Schnellstraße S 34 . Gegenwärtig läuft das UVP-Verfahren. Die Prüfung der eingereichten Unterlagen durch das Verkehrsministerium sollte in den nächsten Tagen abgeschlossen sein, wie der aktuelle Statusbericht der Asfinag zeigt. Voraussichtlich im März oder April wird die Umweltverträglichkeitserklärung in den betroffenen Gemeinden St. Pölten und Wilhelmsburg zur Einsicht aufliegen. Mit einem UVP-Bescheid rechnet die Asfinag frühestens Ende des Jahres – vorausgesetzt, es gibt keine Einsprüche.

Erst wenn der Bescheid gültig ist, wird die Asfinag mit den Grundeinlösen beginnen. Baubeginn für den ersten Abschnitt ist frühestens Ende 2020, die Fertigstellung zwei Jahre später.