Stellungskommission feierlich wiedereröffnet. Nach nur neun Wochen des Umbaus wurde nun die grundsanierte Stellungsstraße der Hesserkaserne in St. Pölten eröffnet. Seit 1975 werden hier die Stellungspflichtigen auf Herz und Nieren getestet.

Von Sophie Seeböck. Erstellt am 25. September 2017 (15:44)
Sophie Seeböck

2,1 Millionen Euro wurden in die Adaptierung des Baus gesteckt, die Teil der Investitionsoffensive des Bundesheeres ist. Die Untersuchungsräume wurden schalldicht verkleidet und ein neues Heizungssystem wie auch eine Klimaanlage installiert. Neue Fenster und Türen, die allesamt mit elektronischen Jalousien ausgestattet sind, wurden im zweigeschoßigen Stellungsgebäude eingebaut.

Außerdem hat es auch das System, mit dem die zukünftigen Wehrdiener aufgerufen werden, nun wortwörtlich aus der „Kreidezeit“ geschafft: Denn anstatt der Kreidetafeln werden die Stellungspflichtigen nun digital über einen Bildschirm aufgerufen. Auch die Zimmer und Sanitärräume wurden auf den neuesten Stand gebracht.

 „Die Stellung ist im Leben eines jungen Soldaten ein wichtiges Erlebnis“, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner heute bei der Eröffnung am Antreteplatz vor dem Stellungskommando. „Deshalb freut es mich, dass nun eine so gute Infrastruktur geschaffen werden konnte.“

Doskozil will Image des Heeres weiter aufpolieren

„Das Bundesheer erfreut sich in den letzten Jahren einer neuen Struktur“, gab Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil den Besuchern der Eröffnung mit. „Es ist gut, dass endlich klar wurde, dass das Bundesheer oftmals der falsche Platz zum Sparen ist.“

Doskozil möchte mit seine Veränderungen des österreichischen Heeres vor allem die Arbeit in den Bundesländern forcieren und das Image aufpolieren. Das sei bei der St. Pöltner Stellungsstraße sehr gut gelungen, da diese nun sehr modern gestaltet ist.

In einer zweiten Bauphase sollen weitere Adaptierungen des Stellungshauses folgen.