Tierfreundin fand durch Zufall ausgesetzte Katzenbabys. Die Erschütterung bei Tierfreunden ist groß. Zwei Katzenwelpen wurden einfach in einer Biomülltonne bei einer Wohnhausanlage in Statzendorf entsorgt und  ihrem Schicksal überlassen. Einer aufmerksamen Tierfreundin ist es zu verdanken, dass sie die Kitten Samstagfrüh entdeckte und in die Obhut des Tierschutzvereins St. Pölten übergab.

Von Gila Wohlmann. Update am 21. September 2020 (11:48)
Tierschutzverein St. Pölten

„Das ist leider kein Einzelschicksal. Wir sind damit mehrmals jährlich direkt konfrontiert. Die Dunkelziffer ist dementsprechend exorbitant höher“, weiß der Obmann-Stellvertreter des Tierschutzvereins, Thomas Kainz.

Der Tierschutzverein weist daraufhin: Jeder, der Katzen hält, hat die gesetzliche und auch moralische Pflicht, seine Haustiere kastrieren beziehungsweise sterilisieren zu lassen. „Nur durch die konsequente Durchführung von Kastrationen kann Katzenleid effektiv langfristig verringert werden“, sagt Kainz.

Außerdem bittet das Team, bei Interesse an einem Tier immer direkten Telefonkontakt zu suchen. „Am Telefon können wir schneller handeln und die Tiere rasch vergeben“, erklärt er. Immer wieder gingen unzählige Privatnachrichten bei Vergabetieren, vor allem bei Welpen oder Babykätzchen ein, die sie nicht so effektiv abarbeiten können wie am Telefon. Auch bei Facebook-Kontakten würden die Interessenten oftmals nicht mehr reagieren. Das kostet dem Team wertvolle Zeit, die für die Tiere aufgewendet werden könnte.

Außerdem bittet der Verein um Spenden, die gerade in der Corona-Zeit sehr eingeschränkt seien.  Nur so könne auf Dauer garantiert werden, dass man alle Schützlinge entgegennehmen und betreuen könne.

Die Katzen sind rund sieben Wochen alt und müssen drei Wochen im St. Pöltner Tierheim verbleiben. Interessierte können sich aber bereits ab kommender Woche melden.