UVP-Bescheid für S34 ist fertig. Zustellung erfolgt diese Woche. Asfinag rechnet mit Einsprüchen.

Von Thomas Werth. Erstellt am 29. Oktober 2019 (15:59)
Asfinag
Der Bau der S34 ist mit dem fertigen UVP-Bescheid wieder ein Stück näher gerückt.

Noch diese Woche wird die Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschlossen und der positive Bescheid für den Bau der Traisental-Schnellstraße vom Verkehrsministerium erlassen. Das bestätigt Ministeriums-Sprecherin Elisabeth Hechenleitner.

Bis zum Baustart für die S 34 wird es dann aber noch dauern. Asfinag-Projektleiter Leopold Lechner rechnet mit Einsprüchen beim Bundesverwaltungsgericht. „Das war noch bei jedem derartigen Projekt der Fall.“

Vier Wochen Zeit haben jene Personen, die schon bei der UVP-Verhandlung Anfang Jänner Parteienstellung hatten, um gegen den Bescheid Einspruch einzulegen. Das Bundesverwaltungsgericht gibt dann der Asfinag 14 Tage Zeit zur Stellungnahme. Danach entscheidet das Gericht über die weitere Vorgangsweise. „Vermutlich gibt es eine ähnliche Verhandlung mit Sachverständigen wie zu Beginn des Jahres“, meint Lechner. Mit einer endgültigen Entscheidung rechnet er im Falle eines Einspruchs im Sommer oder Herbst 2020.

Die Asfinag wird nach dem Ende der Einspruchsfrist mit der Grundeinlöse und der Bauvorbereitung beginnen. Dazu zählt, die im UVP-Bescheid vorgegebenen Auflagen in das Bauprojekt einzuarbeiten. Zudem stehen noch die naturschutzrechtliche und die landesstraßenrechtliche Verhandlung an.

Dass der Bau der S 34 an Einsprüchen scheitert, glaubt Lechner nicht. „Bislang haben die Bescheide mit Ausnahme bei der dritten Piste am Flughafen Wien immer gehalten. Wir sind zuversichtlich, dass das auch bei der S 34 so sein wird“, erklärt Lechner.