Tschetschene (18) als Straßenräuber entlarvt!. Brutaler Straßenraub: Um Drogenschulden bezahlen zu können, lockte Tschetschene St. Pöltner in Falle und brach ihm die Finger.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 05. Dezember 2016 (15:29)
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Drogenschulden sollen es gewesen sein, warum ein Tschetschene zum Straßenräuber wurde. Um seine Schulden zu bezahlen, musste er irgendwie Geld  auftreiben. Dabei traf sich der 18-Jährige mit einem Bekannten, einem St. Pöltner (23), am Donnerstag im Bereich des Mühlweges in St. Pölten, unter dem Vorwand, dass er diesem 60 Euro Schulden zurückbezahlen wolle.

Der Tschetschene war in der Annahme, dass das spätere Opfer einen größeren Geldbetrag bei sich habe, da er dies bei früheren Begegnungen wahrgenommen hatte. Als das Opfer zum Treffpunkt kam, gab der Tschetschene an, dass er lediglich einen 100 Euro-Schein bei sich habe und er 40 Euro Wechselgeld bekomme. Der St. Pöltner griff nach seiner Geldbörse und als er diese öffnete, versuchte der Tschetschene ihm die Geldbörse zu entreißen.

Finger gebrochen für 20 Euro Beute

Das Opfer wehrte sich und es kam in weiterer Folge zu einem Handgemenge. Dabei stürzten beide, im Zuge des Handgemenges wurden dem Opfer der rechte Ringfinger sowie der rechte Mittelfinger kompliziert gebrochen, sodass eine komplizierte Operation der gebrochenen Finger notwendig wurde. Der Täter flüchtete danach mit einer Beute von lediglich 20 Euro.

Rasch konnten die St. Pöltner Kriminalisten den Täter  über soziale Netzwerke ausforschen. „Der Beschuldigte  bestritt zu Beginn der Ermittlungen , die Tat gegangen zu haben, im Zuge der Befragung legte er jedoch ein umfassendes Geständnis ab“, freut sich St. Pöltens Vize-Stadtpolizeikommandant Thomas Heinreichsberger über die rasche Klärung dieses Falls. Der Täter wurde auf freiem Fuß angezeigt. Das Strafausmaß kann sich zwischen fünf und 15 Jahren Haft belaufen.