Umsatzersatz: Gastronom wartet seit sechs Monaten. St. Pöltner Gastronom verärgert wegen Wartezeit. Cofag erklärt das mit Sonderfall.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 27. April 2021 (18:10)
Symbolbild
APA (Gindl)

Die Corona-Pandemie machte es den Gastronomen in den letzten Monaten nicht leicht. Finanzielle Unterstützung gibt es vom Bund. Die eigens dafür gegründete Cofag (Covid-19-Finanzierungsagentur) kümmert sich um die Prüfung und die Auszahlung der Umsatzersatzförderung. Ein St. Pöltner Gastronom suchte schon im November um Unterstützung an, bekommen hat er aber bisher noch nichts. „Das sind mehr als sechs Monate, in denen ich mein Restaurant nicht öffnen durfte, ich werde mit meinen daraus resultierenden finanziellen Einbußen alleine gelassen“, ärgert er sich.

Probleme gab es, weil er die Unternehmensform geändert hat. Informiert sei er darüber jedoch nicht worden. Erst nach drei Anrufen über einen Zeitraum von drei Wochen soll er die Info bekommen haben, dass sein Antrag manuell nachbearbeitet werden musste. Ein nötiges Formular reichte er nach. Trotzdem ging noch immer keine Förderung ein.

„Wir haben bis zum Stichtag 23. April mehr als 93 Prozent der Anträge genehmigt und Zuschüsse in Höhe von 608 Millionen Euro für Betriebe in Niederösterreich ausgezahlt“, heißt es von der Cofag. Innerhalb eines Monats werden 90 Prozent der Anträge genehmigt. „Bei einem kleineren Teil der Betriebe ist das Prüfergebnis nicht sofort eindeutig. Für bestimmte Sonderfälle ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es zu Nachprüfungshandlungen kommt, wie beispielsweise bei Mischbetrieben sowie bei Neu- und Umgründungen“, so die Cofag.

Seit NÖN-Nachfrage hat sich auch in diesem etwas in die richtige Richtung bewegt. Die Cofag zeigte sich kooperativ und bot dem Gastronom an, sich den Fall anzusehen.