Verkehrsstatistik 2020: Weniger Raser, mehr Drogen. Verkehrsstatistik der St. Pöltner Polizei: Geschwindigkeitsübertretungen sind vor allem in den 30er-Zonen Thema. Weniger Unfälle mit Personenschaden.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 16. Februar 2021 (17:55)
Symbolbild
APA

Weniger Autos unterwegs – weniger Anzeigen im Straßenverkehr: Die Corona-Auswirkungen werden auch in der Verkehrsstatistik der St. Pöltner Polizei ersichtlich. Diese verhängte 2019 insgesamt 7.781 Organmandate und Anzeigen wegen Geschwindigkeitsübertretungen, 2019 hingegen waren es noch 8.578 Vergehen.

„Prinzipiell ist aber Raserei in der Landeshauptstadt kein großes Thema“, meint Gemeinsam.Sicher-Beauftragter Alfred Effenberger vom Stadtpolizeikommando. Dies liege am generellen Tempo 50 im Stadtgebiet und an der hohen Kontrolldichte. An den Ortseinfahrten wie auf der B 20 in St. Georgen und auf der Stattersdorfer Straße sind Radarboxen aufgestellt, die Übertretungen bewegen sich meist im geringen Bereich. Areale, wo es Lenker jedoch mit dem Einhalten der Geschwindigkeit nicht immer so genau nehmen, sind die 30er-Zonen im Ort, die sich auch häufig in der Nähe von Schulen oder Kindergärten befinden.

Außerdem wurden weniger Alkoholisierte am Steuer erwischt: Waren es 2019 noch 265 Vergehen, hat die Exekutive im Vorjahr 186 Angetrunkene aus dem Verkehr gezogen. Leicht zugenommen haben jedoch die Drogenlenker, hier ist die Zahl von 46 auf 58 Anzeigen gestiegen. „Hauptdroge bleibt Cannabis“, weiß der Beamte. Das geringere Verkehrsaufkommen zeigt sich in einem klaren Rückgang bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden. 2019 passierten noch 238 Unfälle, 2020 hingegen waren es nur noch 164.