Weihnachtsgeschäft: „Das Kaufverhalten hat sich verändert“

Aktualisiert am 29. November 2022 | 20:03
Lesezeit: 3 Min
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Auch in der Innenstadt schlenderten bereits zahlreiche Besucher auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken.
Foto: Straubinger
St. Pöltner Handel ist zufrieden mit Umsatz am ersten Adventwochenende. Teuerungen lassen Kunden jedoch mit Bedacht shoppen.
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Ohne Corona-Einschränkungen können Kundinnen und Kunden heuer ihr Weihnachtsshopping erledigen. Der Handel steht aber vor einer neuen Herausforderung. Teuerungen beeinflussen das Konsumverhalten. Trotzdem blickt ein Großteil der Geschäftstreibenden positiv auf das diesjährige Weihnachtsgeschäft.

Antauer: „Wenn das so weitergeht, bin ich zufrieden“

Seit Allerheiligen läuft das Geschäft bereits bei der Gärtnerei Bonigl. Unzählige Weihnachtsbestellungen langten ein. „Der Start war großartig. Kunden legen trotz der allgemeinen Teuerungen weiterhin Wert auf Qualität und Regionalität bei Adventkränzen“, berichtet Meisterfloristin Marion Bonigl.

„Der Freitag lief besonders gut, noch besser als der erste Weihnachtssamstag. Wenn das so weitergeht, bin ich zufrieden“, so das erste Resümee von Hausmann-Eigentümer Georg Antauer.

Die Nachfrage nach Koffer sei heuer besonders groß. Schwierig findet er die momentane Parksituation in der Innenstadt. „Die wenigen Parkplätze, die momentan verfügbar sind, könnten das Weihnachtsgeschäft aller Betriebe in der Stadt schmälern“, gibt Antauer zu bedenken.

Hohe Frequenz erst später erwartet

Auch Susanne Sandler von der Buchhandlung Schubert bemerkte am Freitag einen kleinen Ansturm. Hauptsächlich Krimis werden an Weihnachten gerne geschenkt. „Überdurchschnittlich gut wird das heurige Geschäft für den Handel nicht laufen. Die Leute halten sich generell sehr zurück und sparen“, ist sie überzeugt.

Noch seien Kunden mit großen Weihnachtseinkäufen zurückhaltend, beobachtet auch Anita Gschwandtner-Kraft von der Boutique AUST. Mit einer hohen Kundenfrequenz rechnet sie erst im Laufe der nächsten Wochen. „Ich bin zuversichtlich. Der erste Einkaufssamstag wird meist zum Flanieren verwendet, danach geht es richtig los“, informiert sie. Outdoor-Bekleidung sowie festliche Outfits werden bereits jetzt vermehrt gekauft.

„Wir sind guter Dinge. Die Leute setzen dieses Jahr ihren Fokus vermehrt auf selbst gemachte Weihnachtsgeschenke“, bemerkt Annelies Seidl vom „Einzigartig Creativshop“. Besonders der Trend zu Handarbeitsstücken aus Winterwolle sei diesen Winter gestiegen. Online-Aktionen wie „Black Friday“ merke sie kaum, da die laufenden Angebote diesen Tag gut abfedern würden.

„Black Friday“ nicht spürbar bei Schmuck

Der „Black Friday“ war für Christa Wohlmuth von Juwelier Hasenzagl nicht wesentlich bemerkbar: „Kunden schätzen unsere Serviceleistungen und bevorzugen persönliche Beratung. Außerdem gibt es bei uns auch Prozente.“

Als „überraschend gut“ bezeichnet sie den ersten Weihnachtssamstag. „Das macht mich optimistisch. Ich bin gespannt, wie der Weihnachtsumsatz aussehen wird“, meint Wohlmuth. Das Kaufverhalten der Kundinnen und Kunden habe sich seit den allgemeinen Teuerungen verändert. „Die Leute sind sparsamer geworden, investieren jedoch gerne in hochwertigen Schmuck.“

„St. Pölten-Gutscheine im Wert von 170.000 Euro wurden in der Vorweihnachtszeit verkauft“, berichtet Rathaus-Sprecher Thomas Kainz. Unternehmen kaufen die Gutscheine vor allem für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Weihnachtsgeschenk.

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Zufrieden mit der Kundenfrequenz im Traisenpark zeigte sich Centermanagerin Anita Leitner.
Foto: Schrefl

Eine gute Besucherfrequenz am ersten Weihnachtswochenende verzeichnet Centermanagerin Anita Leitner im Traisenpark. Besucher würden sich beim Shopping inspirieren lassen und gleich ihre Weihnachtseinkäufe tätigen.

Auch die Gastronomie werde für Kaffeepausen verstärkt in Anspruch genommen. „Der Ansturm wird am dritten und vierten Adventsamstag kommen“, denkt Leitner. Große Nachfrage sehe sie im Textil- und Schuhbereich. „Ausgehen ist wieder möglich, somit steigt auch der Bedarf in diesen Branchen.“ Gutscheine sowie Wohnaccessoires seien als Geschenkideen beliebt.

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