Wenn die Beatbox ins Wunderland kommt. Urbanes Märchen / Bauchklang-Musiker Gerald Huber komponiert die Musik für Dimitré Dinevs Fassung von „Alice im Wunderland“.

Von Mario Kern. Erstellt am 01. Mai 2015 (06:30)
NOEN, fotodiaz.com
Gerald Huber entwirft ein musikalisches Wunderland für die Sommerspiele Melk.
Alice und Gerald Huber haben eines gemeinsam: Ihre Begegnung mit dem Wunderland ist ein abrupter Einstieg in ein märchenhaftes Land der Möglichkeiten. Beide werden ab 18. Juni auf der Bühne der Sommerspiele Melk zu sehen und zu hören sein – während Schulmädchen Alice in der Fassung von Literat Dimitré Dinev auf den verrückten Hutmacher und die Herzkönigin trifft, sorgt Huber für die passende Wunderland-Musik.

Theater mit der Musik von Bauchklang kombinieren

Der St. Pöltner Vokalkünstler (Bauchklang, I am Cereals, Schattenkoenig, We Are Accident) wurde von Melk-Intendant Alexander Hauer mit der Komposition für „Alice im Wunderland“ beauftragt. „Er wollte immer schon einmal Theater mit der Musik von Bauchklang kombinieren.“

Während Huber bereits im Vorjahr im Zuge von „Metropolis“ in Melk auf der Bühne stand, ist für ihn die vollständige musikalische Begleitung eines Stückes Neuland. „Vorlage in dem Sinn gibt es für die musikalische Gestaltung keine. Und das ist sehr spannend. Wir lassen den Text und die Proben auf uns wirken und malen auf dieser Basis unsere Klangbilder.“

Vom klassischen Beat Boxing hin zu atmosphärischen Vokalsounds

Gemeinsam mit Bauchklang-Mitstreiter Christian Birawsky entwirft Huber derzeit Soundmalereien und klare musikalische Motive, die allesamt einen urbanen Touch aufweisen. „Das reicht vom klassischen Beat Boxing hin zu atmosphärischen Vokalsounds.“ Auf der Bühne behelfen sich die beiden Musiker mit Live-Loops. Und werden jenen Gästen Wunder bereiten, die „im ersten Moment nicht orten werden können, woher die Sounds stammen und wie sie erzeugt werden“.

Für Staunen werden Huber und Birawsky aber auch sorgen, weil sie direkt im Stück vorkommen: Als Wunderland-Figur Humpty Dumpty werden sie in den elf Vorstellungen auf Hauptfigur Alice treffen – in Klang und in Person.