Zwei Pferdestärken helfen im Stadtwald. Die beiden Noriker Gandhi und Mika unterstützen die Stadtgärtnerei als naturschonende Alternative zu schweren Maschinen.

Von Max Steiner. Erstellt am 12. Dezember 2017 (04:54)
NOEN, Stadtgärtner
Stadtgärtner Robert Wotapek, schwört bei der Arbeit im Stadtwald auf seine vierbeinigen Helfer Gandhi und Mika. Muzatko

Das Eschentriebsterben hält die Stadtgärtner weiter auf Trab. Derzeit sind sie im südwestlichen Teil des Stadtwalds zwischen Tiergehege und Bundesstraße im Einsatz, wo sie auch Käferbäume und Windbruch aufarbeiten. Kräftige Hilfe geholt haben sie sich dafür bei Gandhi und Mika. Die beiden Noriker werden zum Vorrücken eingesetzt, transportieren also die gefällten Bäume zum Weg, wo sie dann verladen werden können. Engagiert sind sie bei einem regionalen Unternehmen, das sich auf den Einsatz von Zugpferden spezialisiert hat.

„Im Stadtwald ist uns der wertschätzende Umgang mit der Natur ein wichtiges Anliegen. Da macht es Sinn, dass wir
den Maschineneinsatz mit der Kraft der Pferde kombinieren“, schätzt Stadtgärtnerei-Leiter
Robert Wotapek die Arbeit seiner tierisch fleißigen Kollegen. Sie schonen den Boden und weichen nachwachsenden Jungbäumen aus. Der nachhaltige Effekt ist bereits nach kurzer Zeit sichtbar: Durch die leichte Bodenverletzung wird eine Naturverjüngung erzielt.

Junge Eschen mit einem Meter Höhe wachsen bereits natürlich nach im Stadtwald. Bei den Jungbäumen wird beobachtet, wie sich das Eschentriebsterben auswirkt. Sind sie gesund, werden sie erhalten und weiter aufgezogen. Außerdem werden jedes Jahr andere Baumarten nachgepflanzt, um einen Mischwald zu fördern. Rund ein Drittel der Bäume im Stadtwald sind Eschen, dazu kommen 1.100 Ahorn, 960 Eichen, 700 Buchen, 400 Kirschbäume, 240 Fichten und 900 Bäume anderer Arten.