Barockfestival geht mit "Vogelsängern" zu Ende: Gute Bilanz

Erstellt am 01. Juli 2022 | 05:54
Lesezeit: 2 Min
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Helmut Wiesinger, Alfred Kellner, Carola Felsenstein, Pierre Hamon Caroline Berchotteau, Johnny Rasse, Jean Boucault und Pater Lucjan beschlossen das Barockfestival mit einer Österreichpremiere.
Foto: Joe Waltini
Das Barockfestival ging mit „Vogelsängern“ zu Ende. Intendantin mehr als zufrieden.
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„Das ist eine Musik, die überhaupt nicht verstaubt ist. Sie berührt uns immer noch“, weiß Caroline Berchotteau, wieso sie sich für Barockmusik begeistert. Und dazu seit Jahren ein ganzes Festival kuratiert. Mit einem ganz besonderen Konzert ging der diesjährige Eventreigen „In Music we trust“ zu Ende: Aus Frankreich sind die „Vogelsänger“ – die „Chanteurs d’Oiseaux“ – angeflogen.

5.000 Vogelstimmen können sie imitieren und ließen so gemeinsam mit Flötist Pierre Hamon die Franziskanerkirche aufleben. Nur dort sei die Akustik für so ein einzigartiges Konzert geeignet, meint Berchotteau. Denn Barockmusik habe viele Ansprüche, die Instrumente seien sehr empfindlich und manche Artisten hätten quasi „nur gestimmt“.

Aber gleichzeitig sei die Musik wahnsinnig anpassungsfähig und kreativ: „Es gibt immer Spielraum für Improvisation.“ Deswegen funktioniert die Kombination mit Jazz auch so gut. Und nicht nur diese Genres hat die Intendantin gemischt, Melodien aus dem 12. Jahrhundert mischte „Canticles of Now“ mit elektronischen Klängen.

Einen „Artist in Residence“ gab es auch, den Lautenisten Thomas Dunford, als „Eric Clapton der Laute“ bezeichnet. Und nicht nur die Vogelsänger waren eine Österreichpremiere: sondern gleich das erste Konzert mit Violette de Nuit.

Die Planung fürs nächste Mal ist bereits im Laufen, denn manche Größen müsse Berchotteau Jahre vorher reservieren. Dafür darf sich das Publikum jedes Jahr auf Höhepunkte freuen. Denn die Ideen gehen der St. Pöltnerin nie aus.

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