„Ein lehrreiches Jahr“ für Robert Laimer. Seit zwölf Monaten ist Robert Laimer (SP) im Nationalrat. Der NÖN erzählt er über seine Eindrücke und Erfolge im Parlament.

Von Thomas Werth. Erstellt am 19. November 2018 (04:43)
Helmuth Bronnenmayer
Robert Laimer ist seit einem Jahr Nationalrat.

Während sein VP-Kollege aus dem Bezirk Fritz Ofenauer bereits seit 2013 im Parlament sitzt, feierte Robert Laimer (SP) in der Vorwoche sein einjähriges Jubiläum.

NÖN: Nach den ersten Monaten als Nationalrat meinten Sie, Sie würden täglich dazulernen. Wie ist es nun nach einem Jahr?
Robert Laimer: Ich bin mittlerweile angekommen. Es waren lehrreiche zwölf Monate, in denen es viele Verschärfungen gab und sich vieles zu schnell in die falsche Richtung entwickelte.

Welche persönlichen Erfolge konnten Sie erzielen?
Zu einer meiner zehn Reden gratulierte mir Christian Kern persönlich. Und ich bin mittlerweile auch Vollmitglied im Verkehrsausschuss. Da kann ich viele Themen aus der Region mit ins Parlament nehmen.

Haben Sie sich als Politiker in dieser Zeit verändert?
Das würde ich nicht sagen, aber man muss als Parlamentarier schon etwas aushalten. Man darf sich nicht von Zwischenrufen von Kollegen anderer Parteien irritieren lassen, die man im TV ja gar nicht hört.

Konnten Sie als Stadtpolitiker mehr bewegen als jetzt als Nationalratsabgeordneter?
Die Erfolge sind auf lokaler Ebene schneller sichtbar. Auch die Nähe zu den Bürgern war intensiver, das geht mir ab in Wien. Aber ich bin mit Haut und Haar Parlamentarier.

Läuft man Gefahr, als Nationalratsabgeordneter zu wenig wahrgenommen zu werden?
Die sichtbare Arbeit muss im Wahlkreis passieren. Deshalb wird es 2019 auch eine Tour geben, zusätzlich zu den Parteiveranstaltungen.