St. Pöltner Spital wird zur Uni-Klinik. St. Pölten, Krems / Bescheid ist da: Studenten der Karl-Landsteiner-Privatuniversität dürfen in der Landeshauptstadt ausgebildet werden.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 16. Juni 2014 (07:56)
NOEN, BilderBox / Erwin Wodicka (www.BilderBox.com)
Die ersten 28 Studenten an der neuen Karl-Landsteiner-Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften studieren bereits in Krems – 2016 werden es planmäßig 600 sein. Ihre praktische Erfahrung werden die Studenten am Landesklinikum St. Pölten – dem größten Krankenhaus Niederösterreichs – sowie in Krems und Tulln sammeln.

Erst fünftes österreichisches Spital auf dieser Stufe

Voraussetzung dafür, dass diese Ausbildung dann auch international anerkannt wird, war die Umwandlung der vier Landeskliniken in Universitäts-Kliniken. Die ist jetzt durch: Seit wenigen Tagen kann sich das Landesklinikum St. Pölten offiziell Universitätsklinikum St. Pölten nennen.

Bislang hatten in Österreich nur Krankenhäuser in Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg die Berechtigung, Medizin-Studenten auszubilden. Voraussichtlich ab Herbst wird es diese Möglichkeit dann auch in St. Pölten, Krems und Tulln geben.

Medizinische Ausbildung aus zwei Studiengängen

Die Karl-Landsteiner-Universität ist die erste Privatuniversität Österreichs, die ein vollwertiges Bologna-konformes Medizinstudium anbietet. Die medizinische Ausbildung setzt sich aus zwei Studiengänge zusammen: Das Bachelorstudium Health Sciences ist der erste Teil – der erste Lehrgang startet im Herbst.

Der Abschluss dieses Studiums ist Voraussetzung für das darauf aufbauende Masterstudium Humanmedizin. Ziel dabei ist es laut Website der Karl-Landsteiner-Universität „die Kompetenzen, die für die selbstständige ärztliche Berufsausübung notwendig sind, zu vermitteln“.