Drei Baustellen sorgten für Stau-Tage am Roßmarkt. Drei Baustellen auf wenigen Metern sorgten zwischen den großen Garagen der Innenstadt für die im Vorfeld erwarteten langen Wartezeiten. Nun ist Entspannung in Sicht.

Von Thomas Werth. Erstellt am 03. Juli 2019 (12:51)
Werth
Über die Heitzlergasse müssen die Nutzer der Garagen unter dem Rathausplatz sowie von Leiner und dem EKZ Promenade abfahren. Für zusätzliche Staus sorgten in der Vorwoche viele Baustellen-Lkw.

Wer in der Vorwoche mit dem Fahrzeug am Roßmarkt unterwegs war, brauchte starke Nerven. Bei der Zu- und Abfahrt der Rathaus-Tiefgarage und dem Einkaufszentrum Promenade herrschte phasenweise viele Minuten Stillstand. Dafür sorgten drei Baustellen innerhalb weniger Meter: Wegen der Aufgrabungen in der Heßstraße wurde der Roßmarkt, wie berichtet, zur Sackgasse und die Einbahn aufgehoben. Zusätzlich wurde am Roßmarkt selbst gearbeitet. Und für die Baustelle am Karmeliterhof wurde ebenfalls über den Roßmarkt angeliefert, wodurch es auch zahlreiche Lastwagen in die enge Gasse verschlug.

„Der Baustellenverkehr und der Verkehr von drei Tiefgaragen liefen über die Heitzlergasse. Das führte in der Vorwoche zu schweren Verkehrsproblemen“, schildert Robert Morawetz vom Stadtpolizeikommando. Die mit anderen Anlagen gekoppelte Ampelregelung konnte die Masse an Autos laut Morawetz schlecht aus diesem Nadelöhr herausleiten.

„Die Polizei musste einige Male den Verkehr selbst regeln und das ,Ventil‘ gleich mehrere Minuten öffnen, um die Situation zu beruhigen“, schildert der Exekutivbeamte.

Morawetz ist aber zuversichtlich, dass sich die Situation diese Woche bessert: „Die Baustelle am Roßmarkt ist fertig. Zudem erfolgt die Anlieferung für das Bauprojekt am Karmeliterhof bald über die Julius-Raab-Promenade.“ Dort laufen derzeit die letzten Arbeiten für die Verlegung der Fahrspur Richtung Norden. Bis 2021 werden die Autos auf Teilen der anderen Spur und des Radwegs fahren.

Weitere Funde in der Heßstraße

Aufregende Tage erleben auch die Archäologen bei den Grabungen in der Heßstraße. Nachdem in der Baugrube bereits ein 6,4 Meter breites Fundament eines bisher unbekannten römischen Stadttors entdeckt worden war, fand das Team von Stadtarchäologe Ronald Risy zwischen Roßmarkt und Promenade ein frühneuzeitliches Haus. Sicher ist außerdem, dass man im Zuge der Arbeiten noch auf einen Turm der Stadtmauer stoßen wird. „Archäologie ist aber nie ,Routinearbeit‘. Vorweg lässt sich vorweg nie sagen, was noch alles gefunden wird“, betont Risy.

Am Zeitplan der Baustelle ändern die zusätzlichen Funde nichts, wie Ziviltechniker Christian Groissmayer versichert: „Wir haben einige Reserven eingeplant – zeitlich wie finanziell. Ende September wird weiterhin halten.“