St. Pölten

Erstellt am 31. Januar 2017, 03:42

von Martin Gruber-Dorninger

St. Pöltnerin ist für Filmpreis nominiert. Claudia Linzer ist beim Film „Thank you for Bombing“ für den Schnitt verantwortlich. Der NÖN verrät sie mehr über ihren Job.

Die gebürtige St. Pöltnerin Claudia Linzer ist für den Österreichischen Filmpreis nominiert.  |  NOEN, Gruber

Am Wochenende werden die Österreichischen Filmpreise im Wiener Rathaus vergeben. Mittendrin statt nur dabei ist eine gebürtige St. Pöltnerin. Claudia Linzer ist in der Kategorie Schnitt nominiert.

„Sollte ich gewinnen, würde ich mich schon darüber freuen“, sieht Linzer der Verleihung gelassen entgegen. Gemeinsam mit Monika Willi hat sie den Film „Thank you for Bombing“ – einem Kriegsdrama – von Regisseurin und Drehbuchautorin Barbara Eder geschnitten.

Bisher regnete es schon einige renommierte Preise, unter anderem den Schnitt-Preis bei Filmplus in Köln. „Ich wähle das Material aus und versuche damit die Geschichte des Drehbuches auf die bestmögliche Weise umzusetzen“, erklärt Linzer ihre Tätigkeit. Dabei lege sie vor allem auf Emotionen großen Wert.

Emotion kann wichtiger sein als der Dialog

„Emotion kann manchmal wichtiger sein als der Dialog im Film“, gibt sie weitere Einblicke.

Neben diversen Filmproduktionen schneidet sie auch für bekannte Fernsehsendungen. „Derzeit sind die Liebesg’schichten und Heiratssachen von Elizabeth T. Spira auf dem Arbeitstisch. Aber auch das ist sehr interessant und auch abwechslungsreich“, hat Linzer keinen wirklichen Favoriten.

„Beim Kinofilm bietet die Arbeit am Schnitt jedoch oft mehr künstlerische Herausforderung und Freiheit. Einem Filmangebot gegenüber bin ich daher niemals abgeneigt“, so Linzer. Sie könne sich durchaus auch vorstellen, Filme in und über St. Pölten zu schneiden. Vielleicht eine Verfilmung der Romane des St. Pöltner Autors Manfred Wieninger? – „Ja, warum nicht?“, lacht sie.