Stadt: Sparkassenpark bleibt unangetastet. Seit kurzem kursieren Internet-Gerüchte, dass der Bestand des St. Pöltner Sparkassenparks durch den „Straßenbauwahn“ gefährdet sei. Die Stadt widersprach am Donnerstag in einer Aussendung.

Erstellt am 13. März 2014 (14:51)
Der Sparkassenpark steht unter Denkmalschutz und bleibt daher als eine der beliebtesten Grünoasen der Stadt erhalten. Foto: mss/Jäger
NOEN, mss/Jäger
Der St. Pöltner Sparkassenpark bleibt laut einer Aussendung der Stadtgemeinde „in der bestehenden Form unangetastet.“

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NOEN, mss/Jäger
Zuletzt hatten Spekulationen die Runde gemacht, ein Grund für Gerüchte um ein mögliches Ende der Grünanlage könnten laut Magistrat „die derzeit laufenden Bauarbeiten für den Kreisverkehr an der Parkpromenade“ an.

Stadt legte Fakten zu den Bauarbeiten im Umfeld dar

„Die Neugestaltung der Kreuzung Mühlweg – Parkpromenade ist verkehrstechnisch notwendig und bindet die Zufahrt zu der neuen Park & Ride-Anlage mit ein. Im Zuge der Bauarbeiten war eine Beeinträchtigung eines Teils der Grünfläche vor dem Sparkassenpark, die aber nicht Teil des Parks ist, unvermeidlich“, wird festgehalten.

Nach Fertigstellung des Parkhauses bzw. des Kreuzungsbereiches wird laut der vorliegenden Aussendung der Verlauf der Parkpromenade im Bereich bis zum Bischofsteich wieder in die ursprüngliche Lage zurückgebaut und die Grünflächen wieder hergestellt sowie die fehlenden Bäume ersetzt werden. Ein Ausbau des Fuß- und Radweges zwischen Sparkassenpark und Bahndamm als Straße ist demnach nicht vorgesehen.

Privatbesitz und Denkmalschutz sprechen gegen Ende des Parks

Der Sparkassenpark befindet sich im Besitz der Sparkasse St. Pölten und gehört nicht der Stadt. Die Fläche ist zudem als Grünland-Park gewidmet. „Eine andere Widmung wäre unmöglich, weil der Park unter Denkmalschutz steht“, so die Aussendung der Stadt.

Stadler spricht sich gegen „politischen Aktionismus“ aus

„Die Bürgerpetition im Internet für die Erhaltung des Sparkassenparks wurde von Grün-Gemeinderätin Nicole Buschenreiter inszeniert“, hält Bürgermeister Mag. Matthias Stadler fest und spricht sich „grundsätzlich gegen politischen Aktionismus“ aus, „besonders wenn er auf unrichtigen Informationen basiert.“

Der Stadtchef wird in der Presse-Aussendung weiter zitiert: „Jedes Mitglied des Gemeinderates ist verpflichtet, sich über geplante Projekte oder über die Hintergründe von Maßnahmen zu informieren. Ein kurzes Telefonat mit der Stadtplanung hätte die für Buschenreiter peinlichen Informationsdefizite sofort ausgleichen können und aufgezeigt, dass die Petition unnötig ist, weil der Park erstens in Privatbesitz ist und zweitens unter Denkmalschutz steht. Wenn man mit Forderungen an die Öffentlichkeit geht, sollte das auf einer fundierten fachlichen Basis geschehen.“

Laut Informationen der Stadt hat man zudem auf der Website AVAAZ eine Abstimmung für den Erhalt des Parks initiiert und gab den Link zu der Abstimmung bekann.