St. Pölten als „Wiens tolle Vorstadt“. Über aktuelle Themen sprechen Entscheidungsträger und Mitglieder der Plattform St. Pölten. Diese Woche: Wohnen.

Von Beate Steiner. Erstellt am 06. Februar 2021 (03:08)
Dominik Mesner (r.) sprach mit Helge Haslinger und Matthias Stadler (l.) über das viel diskutierte Thema „Wohnen“.
Brunnthaler/Screenshot

„Wohnen“ war wohl das emotionsgeladenste Thema vor der Gemeinderatswahl: „Der Bauboom freut viele, aber es gibt auch besorgte Blicke“, ist Bürgermeister Matthias Stadler im „Stadtment“-Gespräch mit Plattform-Obmann Dominik Mesner klar. Schafft der Bauboom aber echten Wohnraum oder am Ende Leerstände? Das wird sich marktwirtschaftlich regeln, ist Stadler überzeugt: „Wenn keiner drin wohnt, hören auch die mutigsten Investoren zu bauen auf.“

Jetzt könne jeder aus einer bestimmten Bandbreite von Wohnungen auswählen, „und wir vergessen auch nicht auf die, die sich teure Wohnungen nicht leisten können, und wir werden preisregulierend eingreifen.“

Felder und Wiesen würden nicht verbaut, betont Stadler: „Wir wollen keine zusätzlichen Flächen verbrauchen und setzen auf Verdichtung.“ Das sieht auch Sparkassen-Vorstandsdirektor Helge Haslinger positiv: „Nachhaltigkeit spielt beim Wohnbau eine große Rolle. Daher sollten wir innerstädtisch verdichten.“ Und nachjustieren, was angeboten wird: „Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen ist groß.“ Die Landeshauptstadt werde für Investoren interessant bleiben, weil St. Pölten leistbar und die Bahnverbindung bestens ist: „Wir sind eine tolle Vorstadt von Wien.“

Und natürlich sichere der Wohnbau als Triebfeder der Wirtschaft Arbeitsplätze: „Die Kombination von Wirtschaft und Wohnen muss passen. Wir haben gute Rahmenbedingungen dafür“, so Haslinger.