St. Pöltner singt sich in Final-Show. Mert Cosmus kam mit „Radioactive“ weiter. Rotes Licht für Marcel Kaiser.

Von Anna Maria Backnecht. Erstellt am 13. April 2021 (19:32)
Der 21-jährige Mert Cosmus zeigte mit seiner Songauswahl eine neue Seite. Er begeisterte die Jury und steht im Finale. 
ORF/Hans Leitner

Tränen, Fassungslosigkeit und große Freude – all das war bei der letzten Semifinal-Show von Starmania dabei. Großartige Stimmen bewiesen zwei Kandidaten aus dem Bezirk. Auf der großen TV-Bühne standen der 21-jährige St. Pöltner Mert Cosmus und der 20-jährige Herzogenburger Marcel Kaiser. Cosmus überzeugte die Jury und ist seinem Traum vom großen Sieg ein Stück näher. Für Kaiser ist die Starmania-Reise zu Ende.

Der bittere Moment: Marcel Kaiser muss Starmania verlassen. Dabei war er für Moderatorin Arabella Kiesbauer (links) eine „menschgewordene Glückshormon-Bombe“ und ein „Mister 100.000 Volt“. Zum Abschied setzte der Einöder mit dem Regenbogen-Herz auf seiner Hand ein klares Zeichen für die sogenannte LGBTQ-Gemeinschaft. In seiner ersten Single „Fliegen“ singt Marcel zwar „Ich will fliegen mit dir um die Welt“– nur die passende Flugbegleitung hat er bis jetzt leider noch nicht gefunden.
ORF/Hans Leitner

Stimmwunder Cosmus zeigte mit der rockigen Nummer „Radioactive“ von Imagine Dragons eine neue Facette. „Ich liebe deine Stimmfarbe, vor allem bei Balladen. Heute warst du bei der Songauswahl mutig, das gehört belohnt“, plädiert Jurorin Ina Regen für den 21-Jährigen. Er ist von seinem Einzug in die Finalshows verwundert und überwältigt zugleich. „Vor ein paar Wochen wusste niemand, dass ich singen kann, und jetzt stehe ich hier“, freut sich der Finalist und ist unendlich dankbar für diese Chance. „Dass du noch nicht so viel Bühnenerfahrung hast“, merkte Jurorin Fiva an.

Sichtlich überrascht über sein „rotes Stopp“ war Marcel Kaiser. Mit der Funk-Version von Nenas „Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann“ versuchte er sein Glück und vermittelte das Gefühl von „grenzenloser Liebe“. Die Jury konnte er damit nicht für sich gewinnen. „Ich hatte bei dir ein Karaoke-Gefühl“, rechtfertigte sich Bendzko von der Jury. Auch Regen meinte: „Du brauchst noch Zeit, um deine Stimme richtig einzusetzen.“