Waren sparen mit „circly“ . St. Pöltner Start-up bietet dem Handel die Chance, dank künstlicher Intelligenz ressourcenschonend zu arbeiten.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 26. März 2021 (03:41)
Mit „circly“ wollen Bernhard Lutzer, Eric Weisz und Armin Kirchknopf (v. l.) den Markt revolutionieren
circly

Lebensmittelketten werfen Jahr für Jahr Tonnen an verderblichen Gütern weg. Überproduktion und übermäßiger Wareneinkauf gehören in Zeiten steigenden Klimabewusstseins zu den größten Problemen vieler Branchen. Abhilfe will das junge Unternehmen „circly“ schaffen, das drei ehemalige Studenten der IMC Fachhochschule Krems in St. Pölten gegründet haben.

Bernhard Lutzer, Eric Weisz und Armin Kirchknopf nutzen künstliche Intelligenz (KI), um für Produzenten und Händler den optimalen Warenbedarf zu ermitteln. Gehen die Prognosen auf – laut „circly“ mit einer Genauigkeit von 80 bis 97 Prozent –, schont das Ressourcen und spart CO2.

Nach dem mittlerweile an die Kastner Gruppe verkauften Start-up „ordito“, das Bestellsysteme für die Gastronomie entwickelte, wagen die Datenprofis mit „circly“ den nächsten Schritt. Das Besondere an der neuen Geschäftsidee: die eigens entwickelte Technologie, ein sogenannter No-Code-Baukasten, der auch kleinen und mittleren Unternehmen einen kosteneffizienten Zugang zu künstlicher Intelligenz ermöglichen soll.

Das Unternehmen startet mit dem ambitionierten Ziel, den Markt zu revolutionieren. Gelingen soll das mit einem umfassenden Service-Modell. Selbst Faktoren wie das Wetter fließen in die KI-Modelle ein.