Volkskrankheit Diabetes: Ambulanz für Spezialfälle in St. Pölten

Jeder zehnte Österreicher leidet an der Stoffwechselerkrankung. Die St. Pöltner Uniklinik besitzt eine Ambulanz für Spezialfälle.

Erstellt am 18. November 2021 | 04:33
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Primar Martin Wiesholzer warnt vor Spätschäden.
Foto: LGA

Diabetes Mellitus ist die häufigste Stoffwechselerkrankung in Österreich, aktuell leiden daran rund 800.000 Menschen. „Ein Drittel der Betroffenen weiß jedoch nichts von der Krankheit“, berichtet Martin Wiesholzer, Leiter der Abteilung für Innere Medizin 1 am Universitätsklinikum St. Pölten.

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Solidarität mit Erkrankten: Anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November erstrahlte die Pestsäule in Blau.
Vorlaufer

Besonders die Fälle mit Typ 2, hauptsächlich verursacht durch ein Missverhältnis von Energiebedarf und -zufuhr, sowie Schwangerschaftsdiabetes nähmen konstant zu.

„Auf lange Sicht beeinträchtigt ein erhöhter Blutzuckerspiegel die Funktion der Nerven und schadet den Gefäßen des Herzens, des Gehirns und der Augen“, erklärt Wiesholzer. Seiner Einschätzung nach stellt die Krankheit eine milliardenschwere Belastung für das Gesundheitssystem dar.

In einer Spezialambulanz der Uniklinik werden sämtliche Diabetesformen diagnostiziert und in Kooperation mit niedergelassenen Ärzten therapiert. Die Schwerpunkte der Abteilung liegen in der modernen Insulinbehandlung sowie in der Behandlung von Fettstoffwechselstörungen.