Grüne Zone in St. Pölten: Interesse der Anrainer gering. Infoveranstaltungen zu Maßnahmen gegen den Parkdruck waren schlecht besucht. Im Sommer fällt Entscheidung.

Von Thomas Werth. Erstellt am 25. Juni 2019 (03:52)
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Symbolbild

Eigentlich sollten die Anrainer entscheiden, ob künftig Parkgebühren im Gebiet rund um das Spital, die Fachhochschule, die Arbeiterkammer und nördlich des Bahnhofs eingehoben werden, um den hohen Parkdruck in vielen Straßen zu reduzieren. Das Interesse bei den bisherigen drei Infoveranstaltungen hielt sich jedoch stark in Grenzen. „Es sind lediglich fünf Prozent der persönlich angeschriebenen Bewohner zu den Terminen gekommen“,
bedauert Stadtplaner Jens de Buck.

Der Standpunkt des Verkehrsplanungsbüros TraffiX, das im Auftrag der Stadt die Parkplatzsituation untersucht hatte, ist mittlerweile klar: Es empfiehlt die Einführung einer „Blauen Zone“, also die Erweiterung der Kurzparkzone Richtung Norden. Der Tageshöchsttarif von vier Euro in einer „Grünen Zone“ sei nämlich zu gering, um einen Lenkungseffekt erzielen zu können.

„Das heißt aber nicht automatisch, dass wir eine ,Blaue Zone‘ dort einführen“, erklärt Bürgermeister Matthias Stadler. Die wahrscheinlichere Variante sei, zunächst eine „Grüne Zone“ einzuführen und abzuwarten, wie sich diese auswirkt. „Entschieden ist noch nichts“, betont Stadler. Er möchte weiterhin die Bürger entscheiden lassen und hofft bei weiteren Infoveranstaltungen auf rege Teilnahme.

Die zuständige Fachabteilung am Magistrat wird zusammen mit TraffiX über den Sommer die Schlüsse aus diesen Veranstaltungen ziehen.