Stichattacke: Hinweise auf psychische Erkrankung. Ein psychiatrisches Gutachten soll nun Hinweise zum Motiv des 30-jährigen St. Pöltners geben.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 01. Februar 2021 (17:11)
Symbolbild
MemoryMan, Shutterstock.com

Mit schweren Verletzungen am Hals und Oberschenkel liegt ein 35-jähriger St. Pöltner im Spital. Einvernommen werden konnte er aufgrund seiner lebensgefährlichen Verletzungen noch nicht.

Die NÖN berichtete: Eine Bluttat ereignete sich am Samstagmorgen in der Landeshauptstadt. Tatort war eine Wohnung in einer Mehrparteienhausanlage im Rayon der Polizeiinspektion Linzerstraße.  Ein 30-Jähriger soll seinen schlafenden Mitbewohner (35) mit einem spitzen Gegenstand attackiert haben.

„Es gibt Hinweise, dass eine Zurechnungsunfähigkeit vorliegt“, sagt Staatsanwalt Leopold Bien über den Tatverdächtigen. Aufgrund seines psychischen Zustands wurde auch keine Untersuchungshaft, sondern eine „vorläufige Anhaltung“, sprich eine Unterbringung mit medizinischer Betreuung, angeordnet. Jetzt soll ein psychiatrisches Gutachten klären, ob der Mann während der Tat überhaupt zurechnungsfähig war. Mit einem medizinischen Gutachten werden noch die Verletzungen des Opfers genau analysiert.

Die Staatsanwaltschaft ordnete direkt nach der Tat eine Blutuntersuchung am Beschuldigten an, um eine etwaige Alkoholisierung oder einen Suchtmittelkonsum festzustellen. Das Ergebnis steht aber noch aus. Die Tatwaffe konnte bislang nicht sichergestellt werden. Der Verdächtige wurde kurz nach der Tat in St. Pölten festgenommen. Er zeigte sich bislang nicht geständig.