Hündin Sarah flüchtete vor Operation. Hündin sprang kurz vor der Kastration aus Fenster der Tierarztpraxis Entenfellner. Große Suchaktion war erfolgreich.

Von Bernhard Herzberger. Erstellt am 18. Juni 2019 (04:02)
privat
Herrchen Florian konnte seine Hündin nach zwei Tagen wieder in die Arme nehmen.

Ein Happy End gab es bei der tagelangen Suche nach Hündin Sarah, die in der Vorwoche aus der Tierarztpraxis Entenfellner flüchtete, bevor sie kastriert werden konnte. Polizei, Jägerschaft und K9-Hundestaffel kamen zu Hilfe, um das verschreckte Tier wiederzufinden.

„Sarah ist ein zweijähriger, sehr schüchterner Tschechischer Wolfshund-Mischling“, erzählt Tierärztin Natalie Debeerst. „Sie wurde zur Kastration zu uns in die Praxis gebracht. Nachdem wir ihr ein Sedativum gespritzt hatten, schreckte sie plötzlich auf und flüchtete durchs Fenster. Wir sind ihr natürlich sofort gefolgt, aber sie ist entwischt.“

Flucht durch das Fenster

Gemeinsam mit der K9-Hundestaffel, die spezialisiert ist auf solche Fälle, wurde ein Plan erarbeitet. Doch die Aktionen über Nacht blieben erfolglos. In der Früh gab es wieder Hoffnung für die verzweifelten Besitzer: Sarah war ganz in der Nähe von einer Bäuerin gesichtet worden. Dort wurden mit einem T-Shirt des Herrchens sternförmig Schleppen gelegt und Futter bereitgestellt.

In der darauffolgenden Nacht warteten die Besitzer mit zwei Autos in der Nähe der Tierarztpraxis. Um drei Uhr stieg Sarah zum Frauchen ins Auto und schleckte sie ab. „Die Besitzer waren überglücklich und sehr dankbar, dass wir uns so intensiv bemüht haben“, sagt Debeerst.

„Und sie haben auch schon einen neuen Termin für die Kastration vereinbart.“ Als Folge dieses Vorfalls überlegt man in der Tierarztpraxis jetzt, alle Hunde in der Ordination gleich einmal mit einem GPS-Halsband auszustatten.