Solidarische Landwirtschaft: Beteiligung an Ernte. Stössing: Einen Anteil an Obst und Gemüse, Eiern, Säften oder auch Fleisch bietet das Bauerngut Sonnleiten.

Von Michael Fusko. Erstellt am 21. Februar 2021 (03:18)
Matthias und Julia Holzmüller mit einem ihrer Arbeitspferde.
Bauerngut Sonnleiten

Mit der Landwirtschaft war das ehemalige Kloster Hochstrass immer fest verbunden. Julia und Matthias Holzmüller führten mit einem eigenständigen Betrieb auf einem Teil des Areals die Tradition weiter und betrieben Gemüseanbau für das Refugium Hochstrass. Bis Corona den beiden einen Strich durch die Rechnung machte. „Der einzige Abnehmer für das bereits angebaute Gemüse und gekaufte Saatgut fiel für fast die gesamte Saison aus“, erinnert sich Julia Holzmüller. Eine Lösung musste her und so entstand das Bauerngut Sonnleiten.

Die beiden hatten sich schon länger mit der Idee einer solidarischen Landwirtschaft beschäftigt. Nachhaltigkeit und Artenvielfalt stehen bei dem Projekt im Vordergrund. Ein Teil der Flächen wird mit Arbeitspferden bewirtschaftet. Pestizide und Kunstdünger sind tabu. Nach dem Testlauf startet im März die neue Gartensaison.

Anteile an saisonalem Gemüse und Fleisch

Wer einen der 40 Ernteanteile übernimmt, bekommt für einen monatlichen Beitrag saisonales Obst und Gemüse, aber auch Eier, Säfte, Fruchtaufstriche und Honig. Gegen Aufpreis gibt es Fleisch und Wurstwaren von den hauseigenen Krainer Steinschafen. Die Menge schwankt naturgemäß. „Man verpflichtet sich für ein Jahr. Damit können wir besser kalkulieren, wie viel gebraucht wird. Das Frischfleisch gibt es einmal jährlich“, so Holzmüller. Geerntet wird jede Woche so viel, dass es für eine Woche reicht. Eine Liste am Hof gibt vor, wie viel sich jeder nehmen darf. „Uns ist wichtig, dass wir unseren Kindern eine Natur hinterlassen, in der sie leben können. Unsere Kunden können sicher sein, dass wir nachhaltig und ökologisch mit dem uns anvertrauten Land umgehen“, betont Holzmüller.