Viel Arbeit statt Urlaubsfreuden für die St. Pöltner. Reisewarnungen und Schließung von Flugrouten bringen Unsicherheit für Reisende und Veranstalter.

Von Marlene Groihofer. Erstellt am 17. März 2020 (04:59)
Symbolbild
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Für die ganze Welt gelte aktuell ein „hohes Sicherheitsrisiko“ verkündete Außenamtssprecher Peter Guschelbauer am Donnerstag. Zuvor schon verzeichneten die St. Pöltner Reiseveranstalter zahlreiche Stornierungen und eine stark reduzierte Anzahl an Buchungen.

„Es sind massiv herausfordernde Zeiten“, erzählte Elisabeth Kneissl-Neumayer von Kneissl Touristik. „Alle paar Stunden gibt es neue Entscheidungen, die man für ein Reiseland und eine Situation treffen muss.“

„Man muss von Woche zu Woche schauen“

Israel, Amerika und Indien mussten als Destinationen etwa bereits abgesagt werden, Italien ohnehin: „Auch die Philippinen haben mit 15. März die See- und Luftwege gesperrt. Ich muss eine Reisegruppe nach Hause holen und Stornierungen vornehmen“, schildert Kneissl-Neumayer die gegenwärtigen Herausforderungen.

„Die Stimmung ist natürlich sehr verhalten, die Reiselust ist gebremst, berichtete Sales Manager Jürgen Dallinger von Gärtner Reisen, und das noch vor der jüngsten Verschärfung der Maßnahmen samt Geschäfts- und Lokalschließungen.

„Man muss von Woche zu Woche schauen. Unser Auftrag ist es, Verunsicherung zu nehmen und auf jeden Fall individuell einzugehen.“ Auch bei Stornierungen: „Hat man eine Pauschalreise gebucht und kann sie durch das Coronavirus nicht antreten, so ist die Stornierung kostenlos.“ Bei Individualreisen sei die Sache oft nicht eindeutig: „Aber wir bemühen uns um Lösungen für die Kunden.“