Maskenmuffel und 34 Schwarzfahrer in St. Pölten. Polizisten belehrten 20 Fahrgäste zur Maskenpflicht. Einige mehr hatten kein Ticket.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 29. Juli 2020 (03:52)
SPK St. Pölten/Alfred Effenberger

Das Pflichtbewusssein bei der Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln hat vielen Schilderungen nach in den vergangenen Wochen nachgelassen. Das Stadtpolizeikommando rückte daher mit Kontrollorganen des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR) zur „Aktion scharf“ aus und fuhr in den Linienbussen in der Landeshauptstadt mit.

Keine Mund-Nasen-Schutzmasken dabei, in der Tasche statt vor dem Gesicht oder locker um den Hals baumelnd: 20 Personen mussten belehrt werden. „Einige hatten eine Maske irgendwo in der Tasche und mussten erst aufgefordert werden, diese zu nutzen. Eine Person war besonders beratungsresistent“, schildert Alfred Effenberger, Gemeinsam-sicher-Beauftragter des Stadtpolizeikommandos.

Im Rahmen der Initiative des Innenministeriums lief auch die Schwerpunktaktion, bei der acht Beamte des Stadtpolizeikommandos und vier VOR-Kontrollorgane eingesetzt waren. „Bemerkenswert waren auch die 34 Schwarzfahrer, die erwischt wurden“, stellt Effenberger fest, dass viele die durch Corona eingeschränkte Kontrolltätigkeit während des Lockdowns sichtlich zum Anlass genommen haben, auf das Lösen einer Fahrkarte zu verzichten.

Nachdem die Regierung aufgrund steigender Corona-Zahlen die Maskenpflicht erneut verschärft hat, ist es laut Exekutive nicht ausgeschlossen, dass weitere Schwerpunktaktionen in den Öffis durchgeführt werden.