Wasserkraft in Harland versorgt 900 Haushalte. Seit 1910 sind die Kleinwasserkraftwerke Theresienhof und Luggau in Betrieb. Heute versorgen sie rund 900 Haushalte.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 05. März 2021 (03:52)

Eine lange Geschichte haben die Kleinwasserkraftwerke Theresienhof und Luggau in Harland. 1910 in Betrieb genommen, versorgen sie noch heute rund 900 Haushalte mit sauberen Strom.

„In den 1910 Jahren wurden von den Kleinkraftwerken ganze Bezirke mit Strom für die Straßenbeleuchtung und erste elektrische Anwendungen erzeugt“, berichtet EVN-Sprecher Stefan Zach. Erst nach und nach seien große Kraftwerke nötig gewesen. Seit 1991 ist die EVN Eigentümer der beiden Kraftwerke, die von der Traisen gespeist werden. „Die Nachhaltigkeit dieser Anlagen ist unübertroffen.“ Sind die verwendeten Turbinen doch noch aus der Entstehungszeit. „Photovoltaik ist auf 20 bis 25 Jahre ausgelegt, ein Windrad für bis zu 20 Jahre, aber die Kleinkraftwerke halten 100 Jahre und länger“, hebt der EVN-Sprecher hervor. Lediglich Sanierungsarbeiten, Nachrüstungen in Bezug auf Unfallverhütung und die Anpassung an neue Umweltvorschriften seien nötig gewesen. So mussten etwa Fischaufstiegshilfen gebaut und die Restwasserabgabe geregelt werden.

„Die Nachhaltigkeit dieser Anlagen ist unübertroffen.“ Stefan Zach, EVN-Sprecher

„Wasserkraft entspricht dem Grundkonzept von Kauf in der Region“, weiß Zach. Nicht allen sei bewusst, dass das gerade bei Strom auch möglich ist. Die Haushalte in der Umgebung werden mit dem Strom aus der Traisen versorgt. Dieser geht vom Kleinwasserkraftwerk zur Trafostation und von dort in die Häuser.